Linotype Classics: Palatino

Linotype Klassiker Palatino in modernen Versionen für Print und Web

Palatino Familien


Palatino zählt zu den wenigen Schriften, die in allen bedeutenden Schriftsatz-Technologien Fonts hervorbrachte, angefangen von den Handsatz-Schriften im Jahr 1950, die bald darauf an die mechanischen Zeilensetzmaschinen von Linotype angepasst wurden, über verschiedene Fotosatztechniken, bis hin zu den heutigen Digitalschriften. Während Hermann Zapf zu jener Zeit bereits ein anerkannter Schreibkünstler und Zeichner war, erschien Palatino praktisch zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn als Schriftdesigner. Die Schrift gelangte schnell zu Ruhm, dank ihrer Verwendung in bekannten Publikationen wie dem in Mainz erscheinenden Gutenberg-Jahrbuch oder dem Jahresbericht von Standard Oil in den USA. Hunderte amerikanische Tageszeitungen folgten dem Beispiel.

Schriftenkatalog Palatino
Die Akzidenzformate von Palatino sind im Schriftenkatalog der D. Stempel AG aus dem Jahr 1973 zu sehen

Benannt ist die Schrift nach dem Schreibkünstler Giambattista Palatino und sie inspiriert sich an Formen des italienischen Rinascimento. Die Pragmatik ihrer wirtschaftlichen Formen und die warme Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit verdankt sie jedoch allein Zapf. Welchen Ideen die Form von Palatino auch immer entsprang, sie war eine Quelle der Inspiration, aus der Hermann Zapf wieder und wieder schöpfte. Das Ergebnis waren Schriften wie die leichtere Aldus, die Titelschriften Michelangelo, Sistina und Saphir, die stämmige Kompakt oder die daraus entstandene Schreibschrift Virtuosa.
Aldus nova, eine Neuauflage der ursprünglichen Aldus, ist die Textversion der Palatino und wurde speziell für das Lesen langer Texte, z. B. bei Büchern und Magazinen, entwickelt. Mit ihren offenen Punzen und harmonischen, klassischen Proportionen eignet sie sich perfekt für die Verwendung in kleinen Größen und ist praktisch die Vorgängerversion der Palatino eText.

weitere Schriften von Hermann Zapf

Im Jahr 2005 startete Akira Kobayashi, künstlerischer Leiter bei Monotype, mit Zapf ein Kooperationsprojekt zur Überarbeitung einiger dieser Schriften, die später von Linotype unter dem Namen Palatino nova veröffentlicht wurden. Ergänzend wurde die serifenlose Variante Palatino Sans, sowie deren informelleres Pendant Palatino Sans Informal, entwickelt.

Palatino Sans

Palatino nova bietet dem Typografen alles was er benötigt, um komplexe Hierarchien und erlesene Typografie zu realisieren, einschließlich Kapitälchen, zahlreichen Ziffernsätzen inklusive Mediävalziffern und Antiquaziffern in proportionalen Breiten und Tabellenbreiten, Bruchzahlen, hoch- und tiefgestellten Ziffern, Ligaturen, Alternativzeichen und einiger Symbole. Die Serie ist in verschiedenen Dicken und in Titelformaten verfügbar.

Palatino nova

2013 entwarf Toshi Omagari die robustere Version Palatino eText zum Lesen am Bildschirm, die zusätzlich das griechische und das kyrillische Alphabet enthält.

Palatino eText

Eine arabische Version von Palatino, Palatino Sans Arabic, entwickelt von Nadine Chahine, steigert die Vielseitigkeit dieser großartigen Standardschrift weiter.

Palatino Sans Arabic

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