Zapfino Extra

Zapfino Extra: ein kalligraphisches Meisterwerk von Hermann Zapf

Zapfino Extra    
1998 von Altmeister Hermann Zapf veröffentlicht, hat die kalligrafische Federschrift Zapfino® trotz des geringen Alters eine unglaubliche Karriere hingelegt. Ihre edlen, aber auch sehr lebendigen und freundlichen Formen eroberten nicht nur in Windeseile die Herzen der Gestalter, sondern wurden auch mehrfach überarbeitet und erweitert. Die zunächst in vier Einzelschnitten vorliegenden Schriftvarianten wurden schließlich 2005 über das damals junge OpenType-Format zusammengefasst und, mit zahlreichen OpenType-Funktionen gut ausgebaut, als Zapfino Extra veröffentlicht.


Vorteile der Zapfino Extra gegenüber Zapfino

Alle Einzelschnitte im OpenType-Format mit umfangreicher kontextsensitiver Funktionalität.
Ergänzung durch Kapitälchen und dem fetten Schnitt Zapfino Extra Forte.
Umfangreiche Alternativzeichen mit Swash-Versionen und diversen Anfangs- und Schlussformen.
Mediävalziffern, Versalziffern und Ziffern in x-Höhe.
Zahlreiche Ornamente, Pfeile und Piktogramme.
Internationaler Sprachausbau inklusive Griechisch und Kyrillisch.


Hermann Zapf and Akira Kobayashi


Zapfino Extra: ein Traum wird wahr

Schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts träumte Hermann Zapf von einer Schrift wie der Zapfino. Einer Schrift, die in der Drucktechnik handgemalte Kalligrafie simuliert. Hermann Zapf stand Zeit seines Lebens technischen Neuerungen neugierig gegenüber und forschte von Anfang an mit, wenn es darum ging, Computer für den digitalen Satz zu nutzen. Er wußte aber auch, dass die eingeschränkten technischen Möglichkeiten seinem Traum im Wege standen.
Erst kurz vor der Jahrtausendwende war die Zeit reif und die Computertechnik weit genug fortgeschritten: Der fast 80-jährige Zapf beginnt, zunächst zusammen mit David Siegel, später mit Linotype, ausgehend von seiner kalligrafischen Handschrift die Zapfino zu zeichnen.

Zapfino Extra

Es entstehen zunächst vier Schriftvarianten, die zusammen mit Ligaturen und Ornamenten die Basis für sehr realistische, kalligrafische Gestaltungen darstellen. 2003 folgt zusammen mit Akira Kobayashi die erste große Überarbeitung, in der zahlreiche Formen optimiert und einige technische Unzulänglichkeiten korrigiert werden. Außerdem werden Kapitälchen und ein fetter Schnitt ergänzt. Ende 2004 werden dann die Einzelschnitte im neuen OpenType-Format zusammengefasst und zur Unterstützung beim Satz mit einer kontextsensitiven Automatik ausgestattet.
Nach 50 Jahren ist Hermann Zapfs Traum wahr geworden: Mit der Zapfino Extra und den aktuellen technischen Möglichkeiten lassen sich kalligrafische Kompositionen erstellen, die der Handarbeit schon sehr nahe kommen.

Zapfino Extra


Unendliche Gestaltungsmöglichkeiten durch umfangreiche Alternativzeichen

Bei der Qualität der kontextsensitiven Automatik haben Designer und Techniker ganze Arbeit geleistet und bis heute Maßstäbe gesetzt. Um aus den mindestens vier alternativen Zeichen die passende Form auszuwählen, werden nicht nur die unmittelbaren Nachbarn berücksichtigt, sondern letztendlich beeinflusst die gesamte Zeile die Buchstabenauswahl. Dabei werden auch passende Anfangs- und Schlussformen einbezogen. Kaum eine andere Schrift bietet bis heute eine derart umfassende Automatik.
Aber da trotz mehrsprachiger Optimierung keine Automatik perfekt ist, können Sie natürlich jederzeit, zum Beispiel über die Glyphenpalette von Adobe InDesign, manuell in die Zeichenauswahl eingreifen und die für Ihre Gestaltung exakt passende Buchstabenform auswählen. Dazu stehen Ihnen verschiedene, auch sehr ausladende Swash-Versionen und etliche extrem vielfältige Ligaturen zur Verfügung.

Zapfino Extra

Zapfino Extra

Zapfino Extra


Typografische Funktionen von Mediävalziffern über Kapitälchen bis hin zu Ziffernvarianten und Ornamenten

Neben den alternativen Zeichen stellt Ihnen Zapfino Extra eine ganze Reihe, für eine kalligrafische Schrift ungewöhnliche, typografische Features zur Verfügung. Mediäval-, Versalziffern und sogar Ziffern in x-Höhe lassen keine Wünsche offen und verhindern unschöne Kompromisse. Außerdem können Sie für Auszeichnungen auf Kapitälchen zurückgreifen und mit zahlreichen Ornamenten, ungewöhnlichen Pfeilen (einem kleinen Markenzeichen von Hermann Zapf) und Piktogrammen einen ganz besonderen Akzent setzen. Und wer genau hinsieht, kann zum Beispiel in der kalligrafischen Maus oder Ente eine Spur von Zapfs zurückhaltendem Humor erkennen.

Zapfino Extra


Zapfino Extra Forte für einen starken Auftritt

Darüber hinaus steht mit Zapfino Extra Forte eine weitere, etwas kräftigere Version der Schrift zur Verfügung. Überall dort, wo die normale Version vielleicht ein bisschen zu zart wirkt, können Sie mit der Zapfino Extra Forte entsprechend solide auftreten.

Zapfino Extra


Zapfino Extra spricht viele Sprachen: Griechisch, Kyrillisch, Arabisch und viele mehr

Auch im internationalen Satz muss sich Zapfino Extra nicht verstecken. Neben den zentral- und osteuropäischen Sprachen deckt der W1G-Ausbau auch den paneuropäischen Bereich mit griechischen und kyrillischen Zeichen ab.

Zapfino Extra

Und erst kürzlich ist mit der Zapfino Arabic eine arabische Version der beliebten Schrift erschienen. – Hier finden Sie weitere, ausführliche Informationen zur Zapfino Arabic, Anwendungsbeispiele, eine Animation sowie das Interview mit Dr. Nadine Chahine, der Designerin der Zapfino Arabic.

Zapfino Arabic



Zapfino Extra, das kalligrafische Schriftsystem für unterschiedlichste Anwendungen

Zapfino Extra ist weniger eine einzelne Schrift als ein kalligrafisches Schriftsystem mit unendlich vielen Möglichkeiten. Mit den vielfältigen, wunderschön ausgeglichenen und freundlichen Buchstaben erfüllt sich Hermann Zapf seinen Traum einer digital gesetzten Kalligrafie. Vom Produktdesign über Markennamen und Wandmalereien bis zu Plakaten und Filmtiteln: Zapfino Extra hat sich schon in ganz unterschiedlichen Anwendungen immer wieder bewährt.

Zapfino Extra



Zapfino X mit größerer Kegelhöhe zur Anpassung an Mac OS X-Versionen

Übrigens: Auch Steve Jobs hat die Qualität von Zapfino sofort erkannt und die Schrift zu einem festen Bestandteil des 2001 erstmals veröffentlichten Mac OS X gemacht. Allerdings ist die mitgelieferte Version von dem frühen, einzelnen Zapfino One-Schnitt abgeleitet und kann in Sachen Formenvielfalt, Ausstattung und typografischer Möglichkeiten mit der voll ausgebauten Zapfino Extra nicht mithalten. Da die Mac OS X-Version der Zapfino mit einer größere Kegelhöhe angelegt ist, erhalten Sie mit der Zapfino Extra X eine angepasste Version, die Ihnen kompatibel zu bestehenden Dokumenten alle Zeichen und Funktionen der Zapfino Extra anbietet.

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