Eric Gill-Serie

Eric Gill-Serie: Die überarbeiteten und erweiterten Klassiker Gill Sans Nova und Joanna Nova sowie die neue Joanna Sans Nova

Eric Gill Series

Gill Sans Nova: der komplett überarbeitete und deutlich erweiterte Klassiker

Im Rahmen der Eric Gill-Serie erscheint mit der Gill Sans® Nova eine grundlegend überarbeitete Version der ursprünglich 1928–1932 veröffentlichten Gill Sans® von Eric Gill. Die unter der Leitung von George Ryan entstandene Erweiterung der populären humanistischen Sans mit geometrischen Einflüssen hält einen deutlich erweiterten Zeichen- und Strichstärkenumfang sowie Optimierungen für das digitale Publizieren bereit. Die ebenfalls zur Eric Gill-Serie gehörenden Schriften Joanna® Nova und Joanna® Sans Nova werden weiter unten vorgestellt.


Gill Sans Nova

Gill Sans Nova

Die Wurzeln der Gill Sans lassen sich bis zu einer Schrift zurückzuverfolgen, die Eric Gills Lehrer, Edward Johnston , um 1918 für die Londoner U-Bahn entworfen hat. Ausgangspunkt für die eigentliche Entwicklung ist aber 1926 der Auftrag von Stanley Morison , Monotypes damaliger typografischer Berater, eine Schrift zu entwerfen, die das vom Bauhaus geprägte geometrische „o“ aufgreift. Eric Gill benutzt Entwürfe, die er schon für Douglas Cleverdons Buchhandlung in Bristol gemacht hat und zeichnet die Gill Sans. Als Reaktion auf die große Popularität der neuen Schrift baute Monotype den Klassiker in den folgenden Jahrzehnten immer weiter aus und ergänzt zusätzliche Strichstärken, aber auch Zierschnitte wie die Shadow-Varianten.

Nach Jahrzehnten mit verschiedenen Satz- und Druckverfahren liegt es nahe, eine solch erfolgreiche Schrift wie die Gill Sans von historischen Kompromissen zu befreien und für aktuelle Anforderungen, auch im digitalen Bereich, zu erweitern: die Gill Sans Nova ist geboren. Parallel werden aber noch zwei weitere Schriften umgesetzt. Während George Ryan an der Gill Sans Nova arbeitet, sind Terrance Weinzierl mit der neuen Joanna Sans Nova und Ben Jones mit deren historischer Grundlage, der Joanna Nova beschäftigt. Zusammengefasst in der Eric Gill-Serie können Sie auf drei stilistisch gut aufeinander abgestimmte Schriften zurückgreifen, die sich perfekt für große Projekte im Print und Web eigenen.

Auffälligste Änderung bei der neuen Gill Sans Nova ist die deutlich erweiterte Ausstattung mit Strichstärken. Von Ultra Light bis Ultra Bold stehen Ihnen neun fein abgestufte Schnitte zur Verfügung. Bis auf die zwei fettesten werden alle Stärken von einer passenden Italic begleitet. Praktisch komplett neu aufgebaut werden die Condensed-Schnitte, die bei der Gill Sans Nova parallel zu allen normallaufenden Schnitten vorliegen. Aber auch der Umfang an Zierschnitten wird deutlich erweitert: Greifen Sie auf Gill Sans Nova Shadowed in drei Strichstärken, auf sechs Schnitte der Gill Sans Nova Inline oder auf die neue Gill Sans Nova Deco zurück. Insgesamt stehen Ihnen mit der Gill Sans Nova 43 Schnitte zur Verfügung.


Gill Sans Nova Schriftschnitte

Nicht nur die Ausstattung mit Schnitten wird ausgebaut, sondern auch der Zeichenvorrat. Selbstverständlich stehen Kapitälchen, Ligaturen und verschiedene Ziffernsets zu Ihrer Auswahl. Neben den west- und zentraleuropäischen Sprachen werden auch griechische und kyrillische Zeichen angeboten.


Gill Sans Nova Ausstattung


Gill Sans Nova Kyrillisch und Griechisch

Außerdem sind zahlreiche alternative Buchstabenformen, die teilweise bis auf die Originalzeichnungen von Eric Gill zurückgehen, enthalten. So stehen zum Beispiel ein geschlossenes „a“, ein einäugiges „g“ oder aber ein „W“ mit gekreuzten Linien zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Versalien „A“, „M“ und „N“ mit spitzen Scheiteln sowie „b“, „d“ und „p“ mit Sporn enthalten. Ein paar sehr schöne Hand-Piktogramme runden das Angebot ab.


Gill Sans Nova Alternativzeichen

Mit dem deutlichen Ausbau in der Gill Sans Nova wird der zeitlose Entwurf von Eric Gill für die nächsten Jahrzehnte und die digitale Welt fit gemacht. Die humanistische Sans mit einigen geometrischen Akzenten zeigt einen deutlichen britischen Einfluss und kann in den leichten Schnitten problemlos für lange Texte und in den kräftigen Schnitten für Headline- und Akzidenz-Satz eingesetzt werden. Zusammen mit den anderen Schriften der Eric Gill-Serie erhalten Sie ein aufeinander abgestimmtes Portfolio an Schriften, mit dem Sie auch für große, internationale Projekte in Print und Web gewappnet sind.


Gill Sans Nova



Joanna Nova und Joanna Sans Nova: die grundlegend überarbeitete Slab Serif und ihre neue, im digitalen Zeitalter geborene Begleiterin

Ausgehend von Eric Gills 1937 veröffentlichter Slab Serif Joanna® entwickelt Terrance Weinzierl die Sans Serif Joanna Sans Nova. Die dadurch wieder in den Fokus gerückte ursprüngliche Joanna wird parallel von Ben Jones überarbeitet. Die beiden neuen Familien werden als Joanna Sans Nova und Joanna Nova im Rahmen der Eric Gill-Serie veröffentlicht. Die ebenfalls zur Eric Gill-Serie gehörende, komplett überarbeitete Gill Sans Nova wird weiter oben vorgestellt.

Die historische Joanna steht in der Tradition der Arts-and-Crafts-Bewegung und wird von Eric Gill zunächst für den Handsatz von Büchern in seiner Druckerei Joanna Press gezeichnet. Eine Bleisatzversion, der „Buchschrift ohne fancy business“, wie Gill sie nannte, entsteht erst Jahre später. Es vergehen wieder Jahrzehnte, bis sich Monotype’s Ben Jones darum kümmert, diese durchaus bewunderte, aber wenig genutzte Buchschrift in das 21.  Jahrhundert zu bringen.


Joanna Nova

Joanna Nova

Alte Zeichnungen und Drucke aus dem Archiv von Monotype haben Jones dabei geholfen, die Schrift Joanna von Fehlern und Defiziten zu befreien, die sich als Kompromisse aus früheren Setzverfahren und bei vorangegangen Digitalisierungen angesammelt haben. Gerade die Italic wurde durch die breitere, besser lesbare Gestaltung bei der Überarbeitung wieder deutlich näher an Gills Original herangeführt. Letztendlich ist mit der Joanna Nova aber eine neue und moderne Interpretation der Joanna entstanden, die von Ausbau und Ausstattung her aktuellen Anforderungen genügt.
Die Antiqua ist mit deutlichen Slabserifen ausgestattet, die der sehr gut lesbaren und platzsparenden Textschrift einen besonderen Charakter geben. Kenner werden im versalen „R“ der Joanna Nova das für Gill typische, lang ausgezogene Bein erkennen.


Joanna Nova


Einen sehr ungewöhnlichen und damit markanten Ansatz verfolgen die Italic-Schnitte der Schrift. Im Vergleich zu anderen Kursiven stehen die Buchstaben mit nur 3° Neigung praktisch aufrecht, bedienen sich aber der typischen, runderen Italic-Formen. Der besondere Kontrast, der sich dadurch zwischen dynamischen Schreibschriftelementen und stabil stehenden Buchstaben entwickelt, gibt der Joanna Nova Italic ein ganz besonderes Flair mit einem hohen Wiedererkennungswert.


Joanna Nova


Darüber hinaus wechselt in den Italic-Schnitten das gemeine „a“ in die geschlossene und das „g“ in die einäugige Form. Letzteres allerdings mit geschlossenem, unteren Bogen, was den Buchstaben zu einem weiteren, auffälligen Charakteristikum der Schrift macht.


Joanna Nova


Joanna Nova verfügt über 18 Schnitte – mehr als doppelt so viele wie die ursprüngliche Version. Von Thin bis Ultra Black steht Joanna Nova in neun fein abgestuften Strichstärken zur Verfügung, jeweils mit passender Italic. Dabei ist der Strichstärkenkontrast in der fast auf eine Haarlinie reduzierten Thin stark zurückgenommen und in der Ultra Black Italic sind die Buchstaben etwas stärker geneigt, um eine ausreichend große Differenzierung zur Aufrechten sicher zu stellen.


Joanna Nova Schriftschnitte

Neben einem umfassenden Sprach-Ausbau – auch griechische und kyrillische Zeichen sind enthalten – stehen Kapitälchen, zahlreiche Ligaturen und verschiedene Ziffernsets zur Verfügung.


Joanna Nova Austattung


Joanna Nova Kyrillisch und Griechisch

Natürlich kann Joanna Nova bestens alleine sowohl im Text als auch im Headlinebereich eingesetzt werden. Zur Hochform läuft die Slab Serif aber in Kombination mit der Joanna Sans Nova auf.


Joanna Nova


Joanna Sans Nova

Joanna Sans Nova

Auch wenn die Formen der Joanna die Grundlage für die neue Schrift Joanna Sans Nova bilden, hat Weinzierl nicht einfach nur die Serifen der historischen Slab Serif abgeschnitten. Mit deutlich überarbeiteten Buchstabenformen schafft er eine warme, dynamische und humanistische Sans, die dem Charakter von Gills Schriften aber treu bleibt. Ein im Vergleich zum historischen Original deutlich reduzierter Strichstärkenkontrast sorgt für eine solide Erscheinung und teilweise leicht abgeschrägte Abschlüsse, runde Punkte geben der Joanna Sans Nova ein lebendiges Flair. Die mit Blick auf Lesbarkeit und die Darstellung auf dem Bildschirm entwickelte Schrift macht aber auch im Druck eine sehr gute Figur.

Die echte Kursive der Joanna Sans Nova betont einmal mehr den dynamischen und lebendigen Charakter der Schrift. Zwar werden hier typische Formen der Joanna Italic, wie das unverwechselbare „g“, aufgegriffen, insgesamt gibt Weinzierl den Buchstaben aber eine stärkere Neigung. Außerdem wechselt das „a“ in die geschlossene Form, das „f“ erhält eine Unterlänge und das gemeine „k“ ist mit einem Bogen gestaltet. Darüber hinaus bringen die im Vergleich zur Aufrechten deutlich runderen Formen einen Hauch Handschrift und Kalligrafie in die Sans Serif.


Joanna Sans Nova

Joanna Sans Nova liegt in acht fein abgestuften Strichstärken von Thin bis Black, jeweils mit passender Italic, vor.


Joanna Sans Nova Schriftschnitte

Der Sprachausbau unterstützt nicht nur die west- und zentraleuropäischen Sprachen sondern bietet auch griechische und kyrillische Zeichen. Kapitälchen und verschiedene Ziffernsets runden das Angebot ab.


Joanna Sans Nova Ausstattung


Joanna Sans Nova Kyrillisch und Griechisch

Die freundliche, zurückhaltende aber charakterstarke Joanna Sans Nova kann sowohl für Text als auch Headlines eingesetzt werden. Der geringe Kontrast in den Buchstaben unterstützt in kleinen Graden die Lesbarkeit und sorgt in Headlines für ein zeitgemäßes Ambiente. Kalligrafische Einflüsse und fließende Formen setzen hier einen zusätzlichen Akzent. Perfekt kombinieren lässt sich Joanna Sans Nova mit den anderen Schriften der Eric Gill-Serie, der Slab Serif und Schwester Joanna Nova und der etwas kühleren, formaleren Gill Sans Nova.


Lesen Sie auch die Interviews mit Ben Jones und Terrance Weinzierl.

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