DIN Next Slab

Die neue DIN Next Slab: Jetzt noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten mit der populären DIN Next

Mit ihrem technischen und neutralen Charakter hat sich die moderne Schrift DIN Next™ einen festen Platz in der zeitgenössischen Typografie gesichert. Die jetzt vorgestellte DIN Next Slab baut die Schriftfamilie weiter aus und erschließt damit neue Design-Aufgaben.

DIN Next Slab

Die ursprünglichen Formen der DIN-Schrift entstehen vor circa 100 Jahren am Anfang des 20. Jahrhunderts und werden zunächst für die Beschriftung von Lokomotiven und etwas später zur Beschilderung in Bahnhöfen benutzt. Von Ingenieuren konstruiert, ist die DIN-Schrift vor allem einfach maschinell reproduzierbar. 1936 wird die nur in zwei Schnitten (einem condensed und einem normallaufenden) vorliegende Schrift vom Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) zu einem Standard erhoben. Noch heute kommt sie auf Verkehrsschildern, zum Beispiel auf den deutschen Autobahnen, zum Einsatz. Aber auch Gestalter finden an der technischen und formalen Schrift Gefallen und nutzen die DIN-Schriften in den letzten Jahrzehnten zunehmend für ihre Entwürfe. Um die DIN-Schrift von zahlreichen typografischen Unzulänglichkeiten zu befreien und sie in einem für grafische Anwendungen tauglichen Ausbau zur Verfügung zu stellen entstand 2009 unter Leitung von Akira Kobayashi bei Linotype die DIN Next: Für sieben Stärkegrade liegen seitdem Italic-Schnitte, Kapitälchen und Mediävalziffern vor.

Auch der nächste Schritt, die DIN Next Slab, wird unter der Leitung von Akira Kobayashi ausgeführt. Im Team mit Sandra Winter und Tom Grace wird die neue Schriftvariante auf Basis der für die DIN Next optimierten Formen geschaffen. Eine populäre Schrift wird durch den Ausbau noch flexibler und vielfältiger einsetzbar. Außerdem unterstreichen die geometrischen Slabserifen den technischen und formalen Charakter der Schrift und betonen so ein zentrales Gestaltungselement der DIN Next.

DIN Next Slab

Allerdings hatte das Team einige Herausforderungen zu meistern. Kann man sich die DIN Next Light noch relativ einfach mit Slabserifen vorstellen, wird der Platz vor allem bei den Black-Schnitten schnell eng. Winter erklärt, dass hier viele Tests und Versuche notwendig waren, um einen Kompromiss zwischen Platz sowie Buchstaben- und Serifenform zu finden. Experimente mit verändertem Kontrast in der Strichstärke oder generell nur einseitigen Serifen wurden schnell wieder verworfen. Der zentrale, technische und kräftige Charakter der Schrift hätte sich zu stark verändert. Trotzdem musste die Form einiger Buchstaben, wie zum Beispiel beim „k“ oder „x“, leicht vereinfacht werden. Diese Änderungen, zunächst bei den Black-Schnitten entwickelt, wurden dann aber, um der Schrift eine konsistente Erscheinung zu geben, auf alle Strichstärken übertragen.

Alternativzeichen, die in der DIN Next enthalten sind, tauchen auch in der DIN Next Slab wieder auf. Sie können zum Beispiel auf ein geschlossenes „a“ oder die Ziffer 7 mit Querbalken zurückgreifen. Auch für die Ziffern 6 und 9 wurden Alternativformen erstellt und die 0 verfügt über eine zusätzliche Version mit Querstrich. Darüber hinaus dürfen sich deutsche Setzer über das neu hinzugekommene Versal-ß freuen.

DIN Next Slab DIN Next Slab

Alternativzeichen
Wie DIN Next verfügt auch DIN Next Slab über sieben Strichstärken, die den Bereich von Ultralight bis Black abdecken, jeweils mit passender Italic ausgestattet. In allen Schnitten liegen unterschiedliche Ziffernsets vor und außerdem stehen für die vier mittleren Strichstärken Kapitälchen zur Verfügung.

DIN Next Slab

DIN Next Slab harmoniert dabei perfekt mit den Schnitten der DIN Next: Buchstabengrundform und Strichstärken sind identisch angelegt. Beide Schrift-Versionen können also nicht nur in Headline und Fließtext perfekt zusammen spielen, sondern auch innerhalb eines Textes ergänzen sie sich bestens als Auszeichnungsvarianten.


Beispiele für die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten von DIN Next und DIN Next Slab

Beispiel 1: Verwendung von DIN Next und DIN Next Slab bei einem Text mit Überschrift und Fließtext

Bei Abbildung 1 wurde für die Überschrift DIN Next Slab verwendet, für den Fließtext DIN Next. Bei Abbildung 2 wurden die Schriften umgekehrt eingesetzt, die Überschrift ist hier aus der DIN Next gesetzt, der Fließtext aus der DIN Next Slab. Beides wirkt sehr harmonisch und bietet eine perfekte Lesbarkeit, lediglich die Anmutung der beiden Schriftproben ist etwas unterschiedlich: Abbildung 1 setzt durch den Einsatz der kräftigen DIN Next Slab den Akzent auf eine ausdrucksstarke Überschrift, der Fließtext wirkt hier in der klaren DIN Next etwas nüchterner und zurückhaltender. Bei Abbildung 2 wurde für die Überschrift DIN Next Slab gewählt und für den Fließtext DIN Next – auch dies funktioniert gut und ist eine etwas klassischer wirkende Variante.

DIN Next Slab Abbildung 1


DIN Next Slab Abbildung 2

Beispiel 2: Verwendung von DIN Next und DIN Next Slab in Kombination bei einem Fließtext

Bei Abbildung 1 wurde der Hauptanteil des Textes aus DIN Next gesetzt, besonders hervorzuhebende Wörter aus der DIN Next Slab. Bei Abbildung 2 fungiert DIN Next Slab als Hauptschrift und die Hervorhebungen wurden aus DIN Next erstellt. Beide Textproben wirken harmonisch, trotzdem wird durch die Kombination einer Sans Serif und einer Slab Serif eine gewissen Spannung erzeugt, die das Lesen von längeren Texten angenehm gestaltet.

DIN Next Slab Abbildung 1

DIN Next Slab Abbildung 2


Mit der neuen DIN Next Slab baut Monotype die DIN Next Superfamilie konsequent weiter aus. Nicht nur in Überschriften, sondern auch im Textbereich können Sie mit der DIN Next Slab den technischen und formalen Charakter der unaufdringlichen Schrift unterstreichen. Ihnen stehen damit vielfältige neue Anwendungsmöglichkeiten offen, nicht zuletzt dank der perfekten Kombinierbarkeit der unterschiedlichen DIN-Next-Stile.


DIN Next Slab

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