Peter Becker

Peter Becker

Interview mit Peter Becker

Wie entdeckten Sie Ihre Leidenschaft für Schriftdesign?
Das Zusammenspiel von negativen und positiven Formen, die elementare Gestaltung mit schwarzen und weißen Flächen hat mich immer schon fasziniert. Das Schriftschreiben mit Feder und Tinte während meiner Lehrzeit als Grafischer Zeichner hat mich dann folgerichtig zur Schriftgestaltung geführt.

Wie viele Schriften haben Sie bis jetzt entworfen?
Eine Handvoll einfacher Displayschriften im Kundenauftrag.

Ist Schriftdesign Ihre Hauptbeschäftigung? Welchen Beruf üben Sie neben dem Schriftdesign aus?
Ich arbeite ausschließlich als Lettering-Designer und gestalte Schriftzüge im Bereich Packungsdesign.

Was inspirierte Sie zum Entwurf dieser Schrift?
Eigentlich sollte die Meroe keine vollständige Satzschrift werden. Erst waren es nur Entwürfe für einen Produktnamen, doch dann sollte plötzlich noch ein kleiner Text im Stil der Logos hinzugefügt werden. Also erstellt man sich aus den vorhandenen Zeichen einen Font, um das Zusammenspiel der Buchstaben im Satz zu kontrollieren. Als dann ein anderer Schriftentwurf genommen wurde, kam mir der Gedanke, die bereits vorhandenen Buchstaben als Satzschrift auszubauen.

Welche Techniken nutzten Sie bei der Realisierung Ihrer Schrift und wie gestaltete sich der Design-Prozess?
Für den handgeschriebenen Text benutzte ich einen kalligrafischen Stift, der schon ziemlich ausgetrocknet war. Durch das schnelle Schreiben auf grobkörnigem Papier war der Tintenfluss nicht mehr ganz deckend und es entstand die für die Schrift charakteristische offene Strucktur innerhalb der Striche.

Welche war die größte Herausforderung, mit der Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Schrift konfrontieren mussten?
Da man bei einer hangeschriebenen Schrift Form und Größe der Zeichen nicht exakt kontrollieren kann, braucht es natürlich sehr viele Versuche, bis man ein in sich stimmiges und funktionierendes Alphabet zusammen hat.

Wie würden Sie den Stil Ihrer Schrift beschreiben?
Es ist ganz einfach meine persönliche Handschrift, geschrieben mit einem kalligrafischen Stift. Was das Erscheinungsbild und die Anmutung anbelangt möchte ich keine Vorgaben machen, hier lasse ich jedem Betrachter das Recht auf seine eigenen Vorstellungen.

Für welche Anwendungen (Poster, Text, Zeitungen, Werbung usw.) würden Sie Ihre Schrift empfehlen?
Für alle Textgestaltungen mit persönlichem Charakter – Briefe, Einladungen, Grußkarten etc.

Aus welchem Grund haben Sie der Schrift diesen Namen gegeben und was bedeutet er?
Die Namensgebung war eigentlich ebenso wie die Entstehung ein Zufallsprodukt. Ich bin zufällig „darüber gestolpert“ und fand den Namen vom Klang her passend zur Schrift.

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