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Kerning und Ligaturen im Web - Font-Technologie

Kerning und Ligaturen im Web


Webfonts haben in den letzten Jahren Webseiten typografisch vielfältiger und individueller gemacht. Trotzdem hat die elektronische Textdarstellung im Vergleich zum Druck immer noch einiges aufzuholen, so zum Beispiel beim Kerning und bei Ligaturen.
Sorgfältig entwickelte Schiften enthalten sogenannte Kerningtabellen. Hier wird, soweit nötig, paarweise der Abstand von Buchstaben unter Berücksichtigung der Buchstabenform korrigiert. Darüber hinaus können einzelne Buchstabenligaturen angeboten werden, in denen benachbarte Buchstaben miteinander verschmelzen. Beides erzeugt ein gleichmäßigeres Schriftbild und erhöht damit die Lesbarkeit des Textes.

Obwohl noch nicht im Standard festgeschrieben, können auch moderne Browser diese Informationen inzwischen auswerten. Mit der CSS3-Eigenschaft <text-rendering> können Sie steuernd eingreifen. Da die Auswertung von Kerning- und Ligaturinformationen aber Rechenleistung erfordert, haben Sie dabei prinzipiell die Wahl zwischen einer schnellen, aber unpräzisen oder einer langsamen, aber typografisch korrekten Darstellung. In der Standardeinstellung <auto> entscheidet der Browser selbst, wann welche Einstellung verwendet wird.

text-rendering: optimizeSpeed
Die Geschwindigkeit geht vor, Kerninginformationen und Ligaturen werden nicht ausgewertet.

text-rendering: optimizeLegibility
Zum Nachteil der Darstellungsgeschwindigkeit werden Kerninginformationen ausgewertet und optionale Ligaturen verwendet.


Die oberen Wörter werden mit der Einstellung text-rendering: optimizeSpeed, die unteren mit text-rendering: optimizeLegibility ausgegeben.


Eine dritte Option <geometricPrecision> verhindert, dass die Textgröße zugunsten einer optimalen Darstellung leicht verändert wird. Da Kerninginformationen nicht linear skalieren, sucht sich normalerweise der Browser die Textgröße heraus, die in der Nähe der geforderten die beste Darstellung bietet. Mit dieser Option verhindern Sie diese Optimierung, erhalten exakt die geforderte Textgröße, aber mit eventuellen Einbußen bei der Darstellungsqualität.

Nicht alle Browser verhalten sich bisher einheitlich. Probieren Sie Ihre Vorgaben also unbedingt vor der Verwendung aus. Und vergessen Sie nicht, dass leistungsfähige Desktop-Rechner eine optimierte Seite schnell darstellen können, leistungsschwächere mobile Geräte aber vielleicht unerträglich lange brauchen.