Laura Worthington

Über Laura Worthington
Seit 1997 bin ich als Grafikerin tätig, aber mein Fokus hat sich teils durch Zufall und teils aufgrund meiner lebenslangen Faszination bezüglich des Schriftdesigns und der heute mehr denn je unbeachteten Kunst der Handschriftgestaltung verlagert.
Dieser ungewöhnliche Weg wurde von drei entscheidenden Schlüsselereignissen geprägt. Eine Grundschullehrerin, die fest entschlossen war, mit uns anstelle der runden Schreibschrift die Kanzleischrift zu üben, öffnete meinen Blick für die bessere Lesbarkeit dieser aufwändigeren Methode. Ich war süchtig danach.
Später, an der Universität, machte mich ein Dozent auf Seiten in dem Kapitel über Schriften eines Design-Buches aufmerksam und ich geriet ins Schwärmen. Was ich dort sah, war eine kunstvolle, spontane Arbeit, ausgeführt mit einem Stift, einem Pinselstift oder einer Stahlfeder, von Hand und doch so kontrolliert, wo jeder Buchstabe in fließender Präzision in den nächsten übergeht und mit diesem ineinandergreift. Eine zeitlose Kunst, die, wenn sie in den richtigen Händen ist, eine ebenso starke Persönlichkeit besitzt und ebenso effizient kommuniziert wie die modernste Technik, da sie das Ergebnis um ein sehr menschliches und somit persönliches Element bereichert.
Das Entwerfen von Schriften hingegen ist ein stärker wissenschaftlich geprägtes Unterfangen. Alle Buchstaben müssen in einer praktisch endlosen Zahl von Kombinationen zueinander passen. Dieser Bedarf an Einheitlichkeit schränkt die Spontaneität ein und zieht mich in eine Art Strom. In diesem Zustand verstreicht die Zeit unbemerkt, aber meine fast obsessive Liebe für Details zahlt sich letztendlich durch Freude und Zufriedenheit aus. Ich experimentiere und zeichne Hunderte von Buchstaben, wenn ich eine Schrift entwerfe. Außerdem bringen die OpenType-Funktionen Varianten hervor, die stilistische Alternativen ermöglichen und die Notwendigkeit der fast mathematischen Strenge etwas abschwächen.
Trotz meiner Leidenschaft für Komplexes und Anspruchsvolles bin ich nicht introvertiert. Ich bin eher herzlich, enthusiastisch, auch wenn ich es mitunter übertreibe, und diese Charakterzüge spiegeln sich auch in meinen Illustrationen wider, die luxuriös und majestätisch, aber auch verspielt sein können, je nach Bedarf.
Ich habe in großen und kleinen Design-Ateliers, Agenturen und Design-Abteilungen innerhalb von Unternehmen gearbeitet. Auf meinem Weg habe ich immer weiter gelernt, praktiziert, mich geschult und weiterentwickelt. Und ich hatte das Glück, von Kollegen und dem Publikum anerkannt zu werden.

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