Entworfen und realisiert wurde diese Schrift um 1685 von dem ungarischen Schriftschneider Miklós Kis, während er in Amsterdam arbeitete, und nicht von dem Holländer Anton Janson, der im 17. Jahrhundert in Leipzig tätig war. Viele Jahre lang wurde die Schrift fälschlicherweise Janson zugeschrieben und sie trägt noch immer den auf diesem Fehler beruhenden Namen. Einige der Typen und Matrizen von Kis erreichten im Jahr 1919 das
Linotype Design Studio in Frankfurt. Linotype Janson wurde 1954 unter der Leitung von
Hermann Zapf gestanzt und basierte auf den Originalen von Kis. Die jüngste Erweiterung von Janson schuf Prof. Horst Heiderhoff für das Linotype Design Studio im Jahr 1985. Heute ist sie eine vielseitige Schriftfamilie in acht Strichstärken und die Version
Janson® Text ist die authentischste Digitalvariante des Originals von Kis. Mit ihren gut lesbaren, soliden Formen und dem starken Linienkontrast bewies Janson Text besondere Eignung für Buch- und Zeitschriftentexte und zählt auch heute noch zu den Bestsellern.