Libelle

Jovica Veljović: Über die Schrift

Libelle “Materialkunde”
Ich habe eine besondere Schwäche für alte Gravuren und ich liebe deren Buchstaben. Als Student verbrachte ich jeden Tag eine Stunde vor Unterrichtsbeginn damit, den englischen Copperplate-Stil zu üben. Fast kann man sagen, dass Gravurstile wie dieser das Schreiben als individuelle Ausdrucksform verdrängt haben. Für mich symbolisieren die stilisierten Formen gravierter Buchstaben das Höchste an Kunstfertigkeit und Geschick.
Libelle “Subscribers”
In diesem Stil und über diesen Stil zu schreiben, fasziniert mich, ebenso wie die Technik des unterschiedlich starken Drucks mit einem flexiblen, spitzen Stift. Die Idee, eine eigene Schrift im Copperplate-Stil zu entwerfen, kam mir, nachdem ich Horaz „Opera” (Quinti Horatii Flacci Opera) in der zweibändigen Ausgabe von Johannes Pine erworben hatte. Die Seiten waren Londoner Drucke von gravierten Kupferplatten aus der Zeit zwischen 1733 und 1737. Dies war das absolut erste Buch, für das so große Textmengen auf diese Weise graviert worden waren.
Libelle “Zapf & Burns Company”
Nach meiner geistigen Rückkehr in die 1980er Jahre beauftragte mich Aaron Burns mit dem Entwurf von Kopfbögen und Visitenkarten für die Zapf & Burns Company in New York. Aaron Burns war zu dieser Zeit Präsident von ITC. Mit meinem Entwurf für diesen Auftrag sollte ich dem Stil des großen Grafikdesigners Herb Lubalin folgen. So bekam ich die Gelegenheit, im englischen Copperplate-Stil zu arbeiten.
Libelle “Canal Grande”
Libelle “Brahms”

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