Akira Kobayashi

Akira Kobayashi

Interview mit Akira Kobayashi

Welcher Einsatz von Akko gefällt Ihnen bis jetzt am besten?
Als ich die Schrift auf den Informationstafeln der Hall of Human Life Exhibition im Museum of Science in Boston sah, war ich vom ersten Moment an begeistert. Besonders gefreut hat mich, dass der Grafikdesigner des Museums mit seiner Entscheidung für Akko den Besuchern der Ausstellung ein Gefühl von „Nahbarkeit anstelle von Überwältigung“ vermitteln wollte (siehe nachfolgende Abbildungen).






Ein anderes Beispiel sind die individuellen Varianten der Akko für die Supermarktkette Penny hier in Deutschland. Sie verwenden sie nicht nur für großformatige Anzeigen, sondern auch für Texte mit sehr kleiner Schrift, wie den Zubereitungs- oder Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen. Akko eignet sich also auch bestens für kleine Schriftgrößen von acht Punkt oder sogar weniger (siehe nachfolgende Abbildungen).





Welcher Buchstabe der Schrift ist Ihr persönlicher Favorit?
Ich denke, das kleine „a“ ist einer der charakteristischsten Buchstaben der Schrift. Seine unkomplizierte Struktur und der großzügige Innenraum – die Punze – verleihen dem Zeichen eine warme und zugängliche Komponente. Ich wollte ein offenes und freundliches Schriftbild erzeugen ohne dabei zu extravagant oder gar verniedlichend zu wirken. Einer meiner Freunde, ein Buchdesigner, hat das „a“ der Akko als zeitlos beschrieben.

Welches Zeichen war am schwierigsten zu gestalten?
Auch hier wieder das kleine „a“. Ich musste es immer wieder aufs Neue überarbeiten, bis es schlussendlich optimal ausbalanciert war. Eine Schrift zu entwerfen bedeutet für mich in erster Linie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß zu schaffen Es ist sehr schwierig, die Räume zwischen den Buchstaben im Gleichgewicht zu halten und einen guten Rhythmus zu finden.

Worin liegt die Herausforderung bei der Gestaltung einer Condensed-Schrift?
Eine der schwierigsten Aufgaben war es, bei der sehr schmalen Breite der Buchstaben die Offenheit der Zeicheninnenräume beizubehalten. Im Vergleich zu anderen bekannten serifenlosen Schriften, wie Helvetica oder Frutiger, ist die normale (nicht-condensed) Akko bereits rund 10 Prozent schmäler. Condensed-Varianten dieser „semi-condensed“-Familie zu entwerfen war also durchaus eine Herausforderung.

Wo sehen Sie die besten Einsatzmöglichkeiten für Akko und Akko Condensed?
Akko ist ein gute Wahl, wenn Sie eine serifenlose Schrift suchen, die platzsparend ist und zugleich erfrischend und freundlich auftritt. Nicht zu vergessen ihre gute Eignung für kleine Schriftgrößen.