100 px

  • Allgemeine Informationen
  • Verfügbare Sprachen
  • OpenType
  • Hintergrund-Infos
  • Verwandte Tags
Linotype Triangles™ Schriftfamilie

Entworfen von  Georg Popp (1997)

Bis zu Schriften

Bitte wählen Sie ein Format, um die verfügbaren Sprachen anzuzeigen:

Keine OpenType-Funktionen vorhanden

Geometrische Schriften

Die Geschichte und Anwendungsbereiche geometrischer Schriften

Spielen in der Gestaltung der Buchstaben die geometrischen Grundformen Kreis, Rechteck oder Dreieck eine prominente Rolle, spricht man von geometrischen Schriften. Dabei gibt ein formaler und auf optische Wiederholung setzender Aufbau diesen Schriften in der Regel einen sehr konstruierten Charakter.

Mit der sogenannten „Elementaren Typografie“, die den Ideen des Bauhauses sehr nahe stand, erleben die geometrischen Schriften in den 1920er Jahren ein erstes Hoch.

Im Bauhaus wird nicht nur mit Architektur, Design, Kunst und Sprache experimentiert, sondern auch bei der Typografie. Dadaistische und konstruktivistische Ansätze werden in die Schriftgestaltung übernommen und führen zu teilweise nahezu unleserlichen geometrischen Alphabeten. Es entstehen aber auch Schriften wie die Universalschrift von Herbert Bayer oder die Futura von Paul Renner. Beide Schriften dienen in den folgenden Jahrzehnten unzähligen weiteren geometrischen Schriften als Inspirationsquelle und die Futura steigt schnell zu einer der erfolgreichsten Schriften der letzten hundert Jahre auf. Bayers Entwürfe gelten zum Beispiel als Vorläufer der in den 1970er Jahren entstanden und sehr populär gewordenen ITC Bauhaus von Edward Benguiat und Victor Caruso, während Adrian Frutiger in den 1980er Jahren die Futura mit seiner Avenir weiterentwickelt hat.


Überhaupt erleben die geometrischen Schriften in den 1970er Jahren ein neues Hoch und bekannte Entwürfe wie die ITC Avant Garde Gothic von Herb Lubalin oder die ITC Kabel von Victor Caruso erscheinen. Letztere geht dabei übrigens auf Entwürfe von Rudolf Koch aus den 1920er Jahren zurück. Auch die Pop- und Disco-Kultur der 1970er Jahre greift gerne auf geometrische Schriften zurück und macht zum Beispiel die Sinaloa von Rosemarie Tissi, die Stop Regular von Aldo Novarese oder die Pump Triline von Philip Kelly bekannt.


In den 1990er Jahren und dem digitalen typografischen Aufbruch spielen geometrische Schriften wieder eine große Rolle. Die aus Pixeln aufgebaute, niedrig aufgelöste Bildschirm-Typografie spiegelt sich auch in zahlreichen Entwürfen dieser Zeit wieder. Charakteristisch sind zum Beispiel die F2F Frontpage Four von Alexander Branczyk, die Sackers Square Gothic oder die praktisch unleserliche Linotype Triangles von Georg Popp. Die digitale und elektronische Atmosphäre dieser Schriften schätzt auch die Techno-Kultur der 1990er Jahre und nutzt Vertreter des Genres intensiv auf Veranstaltungsplakaten und Plattencovern.


Mit ihrer häufig etwas kühlen und formalen Atmosphäre, aber vor allem dem technischen, modernen und manchmal auch futuristischen Flair werden geometrische Schriften gerne für aktuelle, trendige und zeitgemäße Gestaltungen verwendet. Das einzelne Schriften inzwischen Jahrzehnte alt sind, spielt dabei keine Rolle. Die einst modernen 70er Jahre-Schriften umweht heute der schicke Retro-Charakter und eine Futura hat auch 2014 nichts von ihrem modernen und technischem Charakter eingebüßt. Es dürfte kaum ein technisch-industriell ausgerichtetes Unternehmen geben, dass nicht in irgendeiner Form auf die Atmosphäre geometrischer Schriften in der Kommunikation setzt, kein Science Fiction-Film, der sich nicht des futuristischen Charakters des Genres bedient und keine elektronische Musiksparte, die nicht die digitale Ausstrahlung dieser Schriften zu schätzen weiß.


Sieben geometrische Schriften – hochwertig und modern

Nutzen Sie die moderne, technische, futuristische oder auch digitale Atmosphäre geometrischer Schriften für Ihre Gestaltungen. Wir zeigen Ihnen sieben geometrischen Fonts, die unterschiedliche Stile des Genres abdecken und stellen Ihre Basisausstattung für zum Beispiel technisch-industrielle Gestaltungen, futuristische Science Fiction-Plakate oder trendige Plattencover elektronischer Musik dar.


ITC Avant Garde Gothic Book


Ausgehend vom Logo des Avant Garde Magazins und inspiriert von der Bauhaus-Typografie der 1920er Jahre gestalten die ITC-Designer Herb Lubalin und Tom Carnase die Schrift Avant Garde Gothic. Die aus Kreisen und geraden Linien konstruierte Schrift verfügt über zahlreiche sehr markante Ligaturen und alternative Zeichen, die einen logohaften Satz ermöglichen. Der in der Selection enthaltene Book-Schnitt wirkt nicht nur technisch konstruiert, sondern verbreitet auch dank seiner geringen Strichstärke eine formale und edle Atmosphäre.


Kabel Light


Beeinflusst von in Stein gravierten Buchstaben entwirft Rudolph Koch 1927 die Kabel für die deutsche Schriftgießerei Gebrüder Klingspor. Basis der Buchstaben sind einfache geometrische Formen, wie Kreise, Quadrate und Dreiecke, die Koch mit einigen Art-Deco-Elementen kombiniert und der Kabel damit einen ganz eigenen, von anderen konstruierten Schriften der Bauhausphase abweichenden Charakter gibt. Anders als die später entstandene ITC Kabel basiert der in der Selection enthaltene Schnitt auf Kochs Originalzeichnungen.


Odessa


ITC Odessa wurde von Peter O’Donnell nach den mit Zirkel und Lineal konstruierten Formen der Futura gezeichnet. Ihre saubere und funktionale Gestaltung wird mit der doppelten Linienführung nochmal extra betont. Nutzen Sie die sehr weitläufige Schrift überall dort, wo ein gehobener, modischer und edler Look gefragt ist.


Metrolite #2 Roman


Unzufrieden mit dem technischen Look der neuen europäischen Sans Serif-Schriften Anfang des 20. Jahrhunderts, wie Futura oder Kabel, beginnt William Addison Dwiggins eine eigene Schrift zu zeichnen. In der Metro-Familie sind die Einflüsse der konstruierten, geometrischen Schriften zwar noch zu erkennen, humanistische Einflüsse wie abgeschrägte Linienenden und leicht geschwungene Abschlüsse geben der Schrift aber eine deutlich freundlichere Ausstrahlung. Nutzen Sie Metrolite für den Zeitungs- oder Magazinsatz, und auch für Logos.


Premier Lightline


Die edle und filigrane Premier Lightline von Colin Brignall ist zwar in den 1970er Jahren entstanden, bedient sich aber ausführlich bei den Gestaltungselementen, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Trend waren. In der linearen Schrift sind nicht nur Einflüsse der konstruierten Bauhausschriften zu erkennen, vor allem in den Versalien sind auch Elemente der Art-Deco-Epoche enthalten.


Pump Bold


Orientiert an den Formen der Universalschrift, die Herbert Bayer für das Bauhaus zeichnete, entwickelt Philip Kelly die Pump. Stege in den Versal-Buchstaben erinnern in der deutlich am Kreis ausgerichteten Schrift an Schablonenschriften. Die reduzierten Buchstaben wirken eng gesetzt am Besten, haben einen zeitlosen Charakter und können damit für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden.


Sackers Gothic Medium


Die als reine Kapitälchen-Schrift ausgeführte Sackers Gothic bringt konstruierte, sich am Oval orientierende Buchstaben in eine sehr moderne Form. Die weitläufige Schrift hat einen neutralen, aber leicht technischen und strengen Charakter, der auf Einladungen oder Briefpapier eine gute Figur abgibt.

Mehr anzeigen
Ausblenden
Keine verwandten Tags verfügbar
Schriften erhältlich in:
Alle anzeigen