Die moderne digitale Font-Technologie hat es dem renommierten Schriftdesigner und -künstler Hermann Zapf erlaubt, einen Traum zu verwirklichen, den er vor über 50 Jahren hatte: eine Druckschrift zu kreieren, die der Ungebundenheit und Lebhaftigkeit einer schönen Handschrift möglichst nahe kommt. Der Kern der Zapfino™ Schriftfamilie, die 1998 herauskam, besteht aus vier Alphabeten mit zahlreichen stilistischen Alternativformen, die beliebig kombiniert werden können, um die Variationen eines handschriftlichen Texts zu simulieren.
Im Jahr 2003 nahm Hermann Zapf eine grundlegende Überarbeitung der Zapfino vor und schuf die Zapfino™ Extra. Bei diesem Projekt stand ihm Akira Kobayashi zur Seite. Die Zapfino™ Extra wartet mit einer Fülle neuer Zeichen auf. Es sind wunderbare Zierbuchstaben dabei, kleine elegante Kapitälchen, Dutzende von Ornamenten, zusätzliche Alternativbuchstaben und Ligaturen, kleinere Ziffern zum Hoch- und Tieferstellen, und eine sehr nützliche fette Version namens Zapfino™ Forte.
Eine Version der 1998 Zapfino wird als einer der vorinstallierten Fonts auf dem Mac OSX-Betriebssystem geliefert. Dabei sind die Buchstaben der OSX-Version vier Mal größer als der Linotype-Standard. Um die Kompatibilitätsprobleme für Macintosh-Benutzer auf ein absolutes Minimum zu beschränken, hat Linotype spezielle OSX-Versionen der Zapfino Extra Pro-Schriften kreiert, die vergrößert wurden, damit sie optisch mit dem Zapfino-Systemfont für das Macintosh OS zusammenpassen. Diese speziellen Linotype-Schriften sind am „X“ in ihrem Namen zu erkennen.
Die Zapfino Extra ist eine OpenType-Schriftart, die in zwei Versionen vorliegt. Welche Version für Sie die richtige ist, hängt von den Software-Anwendungen ab, die Sie am meisten verwenden, und von den unterstützten Funktionen. Die so genannte Contexual Version enthält eine große Auswahl von kontextuellen Funktionen. Bei ihrer Veröffentlichung im Jahr 2004 war sie der bis dato fortschrittlichste OpenType-Font. Mit dem Ka
uf der Contextual Version bekommen Benutzer von Anwendungen wie Adobe InDesign, welche OpenType unterstützen, über die beiden Fonts Zapfino Extra LT Pro (Contextual) und Zapfino Forte LT Pro Zugriff auf die gesamte Zapfino-Familie.
Leider bieten die meisten Anwendungen, die nicht von Adobe stammen, keine Unterstützung der kontextuellen Funktionen, die durch die kürzlichen OpenType-Entwicklungen bereitgestellt werden. Das heißt, dass Benutzer von QuarkXPress und Microsoft Office die nicht kontextuellen Fonts der Zapfino Extra Pro-Schriftfamilie kaufen sollten, um auf die 1676 Glyphen der Zapfino Extra Pro-Schriftfamilie zugreifen zu können.
Die Zeichensätze der Zapfino Extra-Familie unterstützen 48 westliche und „Central European“ Sprachen. Verwenden Sie die Zapfino Extra, wenn Sie ungewöhnliche, aparte Werbeanzeigen, Verpackungen oder Einladungen gestalten wollen. Die Zapfino Extra ist so großzügig ausgestattet und verführerisch, dass man leicht versucht ist, über die Schnur zu hauen... Damit das nicht passiert und um ihre Möglichkeiten optimal zu nutzen, sollten Sie die Tipps dazu lesen, die Sie hier finden:
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