Ich begann die Aroma zu gestalten ungefähr ein halbes Jahr nachdem ich gelernt hatte, daß Frutiger keine neue Marke für Süssigkeiten und Garamond nicht der Name eines Parfüms ist sagt der deutsche Schriftgestalter Tim Ahrens über seine Schrift Aroma. "Ich wollte mit meiner Aroma nicht eine dieser geruchs- und geschmackslosen Schriften gestalten, die die Natürlichkeit und Eigenwilligkeit ihrer Figuren der Neutralität und Charakterlosigkeit geopfert haben. Ich glaube die Schönheit entsteht oft zufällig. Ich zum Beispiel bin fasziniert von der Schönheit von Propellerblättern, die in ihrer äußeren Gestalt eigentlich eine Transformation von Vogelflügeln sind. Ich mag ihre organische und abstrakte Form, die die Essenz und die Komplexität von all dem in sich trägt, was sie geformt hat. Genau das ist auch das formale Konzept der Aroma. Viele Umrisse besitzen parabolische Formen. Das kleine r zum Beispiel besteht ausschliesslich aus Geraden Linien und Parabolformen." Tim Ahrens entschied sich ausserdem dazu, der Aroma einen stärkeren Strichstärkenwechsel zu geben, als dies für serifenlose Schriften üblich ist. Viele Buchstabenendungen sind zudem leicht konvex, was der Schrift eine natürliche und organische Ausstrahlung verleiht. Die Aroma zeigt in ihrer Anmutung Nähe zu den klassischen Antiquaschriften, insbesondere zu denen der Renaissance. Sie ist eine lebendige und charaktervolle Schrift, die sich auch für lange Fließtexte hervorragend eignet. Bei meiner Überarbeitung der Aroma in das OT Format habe ich die Zeichen teilweise überarbeitet und damit eine neue Schriftfamilie mit mehr Schnitten geschaffen.