Die Life gehört zum Beginn einer neuen Generation von Zeitungsschriften. 1964 wurde sie von W. Bilz entworfen. Die alte Clarendon-Ionic-Formensprache, die die klassizistischen Zeitungsschriften abgelöst hatte, wurde wiederum durch eine neue verdrängt. Diese Zeitungstextschriften der neuen Generation bestehen weitgehend aus einer innovativen Mischung von Elementen der Renaissance-, Barock- und klassizistischen Antiqua. Begünstigt wurde dieser Trend wesentlich durch die weltweite Umrüstung zum Fotosatz und Offsetdruck, was eine größere Formenvielfalt zuließ, die selbst vor den konservativen Zeitungsschriften nicht halt machte. Die optische Qualität einer Type konnte nun besser wiedergegeben werden. In ihrer Grundstruktur orientiert sich die Life an der Times.