Der deutsche Grafikdesigner Ralf Weissmantel kreierte die Boogie im Jahr 2003. Boogie ist ein ironischer Verweis auf Pop-Art und Disco-Schriften aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Ihre runden Formen und die Konturen haben etwas von den blinkenden, pulsierenden Lichtern und der Musik der damaligen Zeit. Die Boogie wird mit fünf verschiedenen, breitenkompatiblen Fonts geliefert und besteht aus vier verschiedenen Komponenten: Eine konturierte Buchstabenform ist das Grundelement, das den ersten Font bildet. Drei weitere Fonts können zusätzlich auf diese Basis gelegt werden und so den ersten Font mit bis zu drei Blasen-Konturen umgeben. In Grafikanwendungen wie Adobe PhotoShop oder Illustrator kann man jedem dieser Elemente eine andere Farbe zuordnen. Daneben gibt es noch einen fünften Font, bei dem die konturierte Grundschrift bereits von drei zusätzlichen Konturen derselben Farbe umgeben ist.
Die Boogie funktioniert am besten in großen Headlines, Anzeigen und Beschilderungen, bei denen ihre Formen deutlich sichtbar werden. In Kombination mit verschieden farbigen Layern lassen sich verblüffende Effekte erzeugen: Der in Boogie gesetzte Text tanzt buchstäblich über die Seite!
Weissmantel hat als Art-Director für verschiedene internationale Werbeagenturen gearbeitet und zahlreiche Corporate-Design-Projekte für Unternehmen wie Grey and MetaDesign geleitet. Seine vielfach in der ganzen Welt ausgezeichneten Designarbeiten wurden in die typografische Sammlung des Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg aufgenommen. Derzeit lehrt er grafisches Design an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Düsseldorf. Seit August 2002 ist Weissmantel ein Associate-Mitglied des United Designers Network.
Die Boogie erhielt eine ehrenhafte Erwähnung beim internationalen Schriftdesign-Wettbewerb 2003, der von der Linotype GmbH gesponsert wurde.