Massif™ Schriftfamilie


Entworfen von Steve Matteson (2011)

Massif

Massif

Charakterstark, individuell und sehr lebendig:
die Schrift Massif von Steve Matteson

Steve Matteson ist ein erfahrener Designer der seit Jahren vor allem individuelle Schriften für seine Kunden zeichnet. Als eigenes Projekt realisiert er die serifenlose Massif, die nach mehreren Jahren Arbeit 2011 veröffentlicht wird.

Inspiration für die Formen der Massif™ ist ein markanter Berg in der Sierra Nevada. Die Felskuppe des sogenannten Half Dome fällt an der einen Seite steil ab und ist auf der anderen Seite rund geschliffen. Diesen Kontrast zwischen Rundung und gerader Linie übernimmt Steve Matteson in die Buchstaben der Massif. Während ihre Außenformen als Kurve ausgeführt sind, deuten die Innenformen einen Winkel an. Dieser erinnert nicht nur leicht an die Formensprache der Frakturschriften, sondern betont auch den Kontrast in der Strichstärke.

„Mein Ziel war es, in den zweidimensionalen Buchstabenformen der Massif die scharfen Ecken und weichen Kurven einzufangen, die das raue, über Jahrmillionen von Eis und tektonischer Aktivität geformte Terrain des Half Dome im Yosemite National Park charakterisieren,“ beschreibt Matteson die sich selbst gestellte Aufgabe.

Neben der markanten Grundform wird der Charakter der Massif durch abgeschrägte und teilweise konisch zulaufende Linienabschlüsse bestimmt. Die Diagonalen in k, w, x und y schließen rechtwinkelig ab. Kleine Besonderheiten in einigen Buchstaben unterstreichen die individuelle Ausstrahlung der Massif. So hat das „e“ einen abgeschrägten Bogen, das gemeine „l“ unten eine Rundung, das versale „P“ trägt einen offenen Bogen und die Querstriche im versalen „E“ und „F“ verlaufen leicht konisch.

Die großzügige Ausstattung mit den sechs Strichstärken Light, Semilight, Regular, Semibold, Bold und Extrabold eröffnet der Massif ein großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. In den ganz vorsichtig schmaler gestalteten Italic-Schnitten unterstreichen geänderte Buchstabenformen den Qualitätsanspruch der Massif. Das „a“ wechselt in die geschlossene und das „g“ in die einäugige Form. Buchstaben, wie zum Beispiel das „f“, bekommen eine Unterlänge. Darüber hinaus stehen in allen Schnitten der Massif über OpenType-Feature Kapitälchen wie auch Mediävalziffern zur Verfügung.

Der Sprachausbau der Schrift lässt kaum Wünsche offen und in der Pro-Variante unterstützt die Massif die meisten zentral- und viele osteuropäische Sprachen. Abgerundet wird die Zeichenausstattung der Massif durch einige grafische Elemente und die Standard-Ligaturen.

Die Massif ist eine charakterstarke serifenlose Schrift, die ihre hohe Individualität auch in kleinen Schriftgraden ausspielen kann. Moderne und lebendige Elemente auf der einen Seite konkurrieren mit einem leicht historischen Flair auf der anderen. Nicht nur in Überschriften, sondern überall dort, wo es auf eine hohe Individualität ankommt, macht die Massif eine gute Figur. Und Dank ihrer großen x-Höhe ist die Schrift auch in kleinen Graden gut lesbar und damit auch in Textblöcken einsetzbar.