Georgia® Pro Schriftfamilie


Entworfen von David Ross (2011)
Tom Rickner (2011)
Steve Matteson (2011)

Georgia Pro

Georgia Pro & Verdana Pro

Zwei Klassiker trumpfen auf: Georgia Pro und Verdana Pro mit jeweils fünf Strichstärken und Condensed-Varianten

Sie wurden eigens für die Darstellung am Bildschirm entworfen und sind in allen gängigen Betriebssystemen verfügbar. Dank dieser Grundlage gehören die beiden Schriften Georgia und Verdana zu den beliebtesten Schriften auf Webseiten. Mit der erweiterten, neuen Pro-Version können beide nun noch vielfältiger eingesetzt werden.

Die an eine Barock-Antiqua angelehnte Georgia und die serifenlose Verdana sind Mitte der 90er-Jahre als Geschwister auf die Welt gekommen. Damals erhielt Matthew Carter von Microsoft den Auftrag, Schriften mit einer guten Bildschirmdarstellung zu zeichnen. Um dieses Ziel zu erreichen, geht Carters Designprozess von der groben Pixeldarstellung aus. Auf diesem Raster entwirft er die Buchstaben und passt in einem zweiten Schritt die Kurven den Formen an. Das Ergebnis bestätigt sein Vorgehen und die gerasterte Darstellung von Georgia und Verdana setzt in der Bildschirmtypografie Maßstäbe. Die Lesbarkeit beider Schriften wird durch eine große x-Höhe, eindeutige Formen und einen großzügigen Zeichenabstand unterstützt.

Von Georgia als auch von Verdana entstehen vier Schnitte – jeweils Regular und Bold mit entsprechenden Italic-Schnitten. Carter erklärt: „Damals hatten Monitore eine binäre Darstellung. Pixel konnten entweder an oder aus sein; Anti-Aliasing gab es noch nicht. Die Bold musste also die doppelte Dicke der Regular haben – ein großer Unterschied zu normalen Schriftfamilien.“


Weitere Strichstärken und mehr Stile

Und genau hier setzt eine der Verbesserung der neuen Pro-Version an. In Zusammenarbeit mit Matthew Carter haben David Berlow vom Font Bureau, Steve Matteson und Tom Rickner von Monotype bei Georgia und Verdana drei weitere Strichstärken ergänzt. Mit den zusätzlichen Light-, Semibold- und Black- sowie den bisherigen Regular- und Bold-Schnitten verfügen nun beide Schriften insgesamt über jeweils fünf Strichstärken. Komplett neu gezeichnet sind die, für alle Strichstärken passenden, Condensed-Schnitte. Matteson, der Designer der Georgia Pro, freut sich, dass mit den zusätzlichen Strichstärken und Stilen den Gestaltern neue Möglichkeiten für Überschriften, Subheadlines, Auszeichnungen und Zitate zur Verfügung gestellt werden.
Wie schon bei der bisherigen Georgia und Verdana verfügen auch alle Schnitte der Georgia Pro und Verdana Pro über Italic-Varianten.

Ausbau in Zeichenausstattung und Sprachunterstützung

Nicht nur bei den Strichstärken, sondern auch bei der Zeichenausstattung hat das Designteam massiv Hand angelegt. Als OpenType-Features ansprechbar enthalten Georgia Pro und Verdana Pro echte Kapitälchen und verschiedene Ziffernsets. Letztere bieten Mediäval- und Versalziffern sowohl proportional als auch für den Tabellensatz zugerichtet. Neu hinzugekommen sind Standardligaturen in beiden Schriften.

Damit aber nicht genug. Neben der typografischen Ausstattung wird auch der Sprachausbau massiv erweitert. Beide Schriften decken nun den kompletten pan-europäischen Sprachraum ab. Sie verfügen also neben den Zeichen für den osteuropäischen Sprachraum auch über griechische und kyrillische Zeichen.

Neue Strichstärken und Stile, mehr typografische Möglichkeiten und ein gewaltiger Sprachausbau eröffnen für die Klassiker Georgia und Verdana zahlreiche neue Möglichkeiten. Dank zwei nun komplett ausgebauter Schriftfamilien können Gestalter im Web und auch bei korrespondierenden Printprodukten aus dem Vollen schöpfen.