Die ITC Panache® Schriftfamilie ist in der
ITC Collection-Bibliothek enthalten.
Eine Schrift, wie jedes andere Kunstwerk auch, gestattet einen Blick in die Persönlichkeit und Empfindsamkeit ihres Schöpfers. Bei der ITC Panache liefert schon der Name eine treffende Charakterisierung. Ein offensichtlicher Wesenszug von Edward Benguiat, dem Schöpfer der ITC Panache, ist ganz seine unglaubliche Energie und sein Schwung (eben das ¿Panache¿). Seine Kreativität und Produktivität scheint keine Grenzen zu kennen, an den hunderten von faszinierenden und beliebten Schriften zu urteilen, die wir ihm zu verdanken haben.
Hier war es ihm daran gelegen, eine flexible, zweckdienliche ¿ und distinguierte ¿Serifenlose zu schaffen. Unserer Ansicht nach ist ihm dies gelungen. Die drei verschiedenen Schriftstärken der ITC Panache lassen sich vorzüglich miteinander kombinieren. Ausgiebige Tests mit Textgrößen und ein sorgfältiges Fine-Tuning der Schriftgestalt haben hier zu einer Schriftfamilie geführt, die bemerkenswert harmonisch und konsequent im Farbwert ist. Mit ITC Panache gesetzter Text wirkt immer einladend und sympathisch. Die Schrift ist außerordentlich gut lesbar, auch bei langen Textblöcken und in kleinen Graden.
In größeren Schriftgraden lässt sie sich gut für Headlines verwenden. Dabei treten ihre Charaktermerkmale noch deutlicher zu Tage, weshalb sie auch als Beschriftungen in Grafiken sehr stilvoll wirkt.
Groß oder klein, für kürzere oder längere Texte, mit der ITC Panache liegen Sie eigentlich immer richtig.
Wenn man die ITC Panache beschreiben müsste, würde man sie wohl am ehesten als eine ¿betonte Serifenlose¿ beschreiben, auch wenn dies dem Design nicht ganz gerecht würde. Es gibt einen geringfügigen Kontrast bei der Strichstärke, der in den höheren Graden zunehmend sichtbar wird, doch ist dies keineswegs das einzige Attribut, das die ITC Panache von anderen Groteskschriften abhebt. Vielleicht das hervorstechendste Merkmale ist die hohe Taille und die entsprechende leichte Schmalheit der oberen Hälfte der runden Versalien. Beide diese Merkmale erinnern an die sinnlichen Formen der Art Nouveau-Schriften. Daneben zeigt sie jedoch auch typische Renaissance-Antiqua-Merkmale, etwa das kleine e, das uns auch in der Cloister und der ITC Berkeley Old Style begegnet, und das zweistufige g, das wir aus den Groteskschriften zu Anfang des 20. Jahrhunderts kennen. Außerdem hat das große A den Kopf der Caslon-Schriften. Gerade diese scheinbar nicht kompatiblen Gestaltungsmerkmale, die sich in der ITC Panache zu einem harmonischen Ganzen verbinden, machen einen Teil ihres Reizes aus.