Die ITC Jamille® Schriftfamilie ist in der
ITC Collection-Bibliothek enthalten.
Die Jamille von Mark Jamra wurde 1988 bei ITC herausgegeben. Sie orientiert sich in ihren Formen an den klassizistischen Schriften von Didot und Bodoni des späten 18. Jahrhunderts. Diese waren jedoch in unserem Jahrhundert weniger gebräuchlich, da ihre teilweise sehr zarten Strichstärken nicht allen Druckverfahren standhielten. Erst durch Adrian Frutigers Iridium, die zu den einflußreichsten Schriftentwürfen der letzten Jahrzehnte zählt, erlangten die klassizistischen Schriften unter den Grafikern neue Popularität. Auch die Jamille entstand unter diesem Einfluß. Sie weist verglichen mit den traditionellen klassizistischen Schriften einige Besonderheiten auf. Statt den häufig in Kugeln und Tropfen endenden Strichen ersetzt Mark Jamra diese durch serifenähnliche Endungen. Das Prinzip der dicken Vertikalen und dünnen Horizontalen überträgt er auch auf die Serifen, die in den herkömmlichen klassizistischen Schriften dagegen einheitlich dünn bleiben.
Die Jamille hat eine klassisch-elegante Anmutung und ist eine gute Leseschrift.