1. Die Original-Janson verdankt ihre Entstehung dem holländischen Stempelschneider und Schriftgießer Anton Janson, der in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Leipzig tätig war. Die vorliegende Antiqua wurde um 1670 zusammen mit einer charaktervollen Kursiv von ihm geschnitten und erstmals 1674 in einer Schriftprobe gezeigt. Die Matrizen gelangten nach Jansons Tod in den Besitz des Schriftgießers Johann Karl Edling. Dessen Erben übersiedelten die Schriftgießerei im 17.Jahrhundert von Leipzig nach Amsterdam. Von ihnen erwarb der Leipziger Schriftgießer Wolfgang Dietrich Ehrhard nach 1710 die Matrizen. Die Type wurde von der Ehrhardschen Gießerei unter der Bezeichnung "Holländische Antiqua" herausgegeben und fand eine große Verbreitung. Über die Schriftgießerei W.Drugulin gelangte die Original-Janson schließlich im Jahre 1920 in den Besitz der D. Stempel AG. 2. Die Janson ist aus Originalmatrizen 17. Jahrhundert hervorgegangen. Sie stammen aus der Schriftgießerei des berühmten Holländers Anton Janson, geschnitten von Nicholas Kis, und tragen das Kennzeichen der besten Kupferstecher-Praxis: kräftige Grundstriche und feine Haarstriche. Ab 1983 wurde unter der Leitung von Prof. Horst Heiderhoff die Janson Antiqua zu einer Schriftfamilie mit unterschiedlicher Strichstärkengewichtung ausgebaut und zwei Jahre später als Janson Text herausgegeben.