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Der Schweizer StilIn Amerika und vor allem in der Schweiz wurde die Entwicklung weitergeführt. Hier erarbeitete man die typografische Form, die ohne die Grotesk nicht vorstellbar wäre: den Schweizer Stil.
Hierbei kam es zu einer allmählichen Ablösung von den konstruierten Schriften wie Futura, Erbar etc., indem die alten Groteskschriften vom Ende des 19. Jahrhunderts neu entdeckt wurden.
Daraus entstanden Schriften, die für die dritte Phase der Grotesk-Entwicklung stehen: Folio, Helvetica und Univers, alle um 1957. Die Folio wurde von Konrad F. Bauer und Walter Baum gestaltet. Sie konnten sich auf eine bereits 100-jährige Erfahrung stützen, stammt doch ein Vorfahre, die Breite Grotesk, aus dem Jahre 1867. Als Ausgangslage der Helvetica von Max Miedinger kann die sogenannte Schelter-Grotesk (1880) angesehen werden. Die Univers von Adrian Frutiger hat mit ihrem stark betonten Fett-Fein-Kontrast und dem etwas eckigeren Oval keine typischen Vorfahren. Die ersten Entwürfe zu einer solchen Groteskfamilie entstanden 1950 in der Kunstgewerbeschule Zürich.
Seit dieser Zeit ist die Grotesk nicht mehr aus dem täglichen Gebrauch wegzudenken und die Diskussionen gingen nicht mehr um „Grotesk versus Antiqua&brquo;, sondern um „welche Grotesk”.
In der Zwischenzeit konnte man drei verschiedene Revivals der Futura erleben, eine Neubewertung der Gill, ein Verdrängen der Standard Series durch die Helvetica und ein Ausschöpfen der vielen Univers-Schnitte. Weiter ... Die originale Schrift |