Jan Tschichold – Zum 100. Geburtstag
Tschichold versuchte nun selbständig zu werden und ließ sich Anfang 1926 in Berlin als Zeichner nieder. Noch in Leipzig hatte er für den Insel-Verlag viele Einband-Rücken und Titelschriften gezeichnet. In Berlin heiratete er Edith Kramer. Hier erreichte ihn ein Brief von Paul Renner, ob er nicht bereit wäre, Renners Nachfolger an der Kunstgewerbeschule in Frankfurt zu werden. Der Briefwechsel hatte jedoch zur Folge, daß Renner Tschichold nach München holte, wo Renner gerade damit beschäftigt war, die neue Münchner Meisterschule aufzubauen. Am 1. Juni 1926 trat Tschichold in die Dienste Münchens und unterrichtete die Meisterschüler und auch Berufsschüler in Typografie und Kalligrafie.
In den Jahren 1927 und 1928 schuf er eine große Reihe an Plakaten für die Filme des „Phoebus-Palastes”, eines Münchner Kinos.
1928 erschien sein Lehrbuch „Die neue Typographie”. Dieses Buch wurde zur Bibel aller jungen Setzer. Tschicholds Filmplakate und die ganze neue Typografie wurden teilweise stark angefeindet und der herannahende Nationalsozialismus ließ bald erkennen, daß die weitere Nutzung der neuen Typographie in Gefahr geriet.
In den Jahren 1927 und 1928 schuf er eine große Reihe an Plakaten für die Filme des „Phoebus-Palastes”, eines Münchner Kinos.
1928 erschien sein Lehrbuch „Die neue Typographie”. Dieses Buch wurde zur Bibel aller jungen Setzer. Tschicholds Filmplakate und die ganze neue Typografie wurden teilweise stark angefeindet und der herannahende Nationalsozialismus ließ bald erkennen, daß die weitere Nutzung der neuen Typographie in Gefahr geriet.
