Gottfried Pott– Einblicke in die Welt der Kalligraphie
Auf eine weitere, interessante Strichmodulation möchte ich hinweisen. Wieder steht die Suche nach einem variationsreichen Grundstrich im Vordergrund. Ich fand in den Trinkhalmen aus Kunststoff eine interessante Erweiterung der Werkzeugpalette. Und hier Beispiele aus den vielfältigen Möglichkeiten: Den Halm anschneiden wie eine Spitzfeder oder an einem Ende einschneiden, so daß „pinselähnliche” Fäden oder Streifen entstehen. Dies ermöglicht einen expressiven Mehrfachstrich mit großem Spielraum für den Zufall. Je nach Schreibflüssigkeit und Beschreibmaterial läßt sich der Hauptstrich um mehrere Nebenstriche bereichern. Für „klangvolle” Buchstaben- oder Wortbilder mit Mut zum Experiment und viel Spielraum für den Zufall eröffnen sich faszinierende Gestaltungsvarianten.