Burlingame

Burlingame von Carl Crossgrove: eine am Bildschirm optimal lesbare Schrift, die auch im Print überzeugen kann

Von der Schrift auf einem Navigationsgerät erwartet man zu recht optimale Lesbarkeit. Extra für diesen Einsatz hat Carl Crossgrove seine neue Groteske Burlingame entwickelt. Aber auch in anderen Anwendungsbereichen, wie Web oder Print, macht Burlingame eine sehr gute Figur.

Burlingame

Die ersten Entwürfe der Burlingame wurden von Carl Crossgrove für ein Computerspiel angefertigt. Auch wenn sich der Hersteller für eine andere Schrift entschied und die Entwürfe erst einmal in der Schublade landeten, waren doch wesentliche Grundlagen der späteren Burlingame geschaffen: eine am Bildschirm gut lesbare Schrift.

Burlingame

Es ist also nur folgerichtig, dass die Suche nach bildschirmtauglichen Schriften bei Monotype genau diese Entwürfe einige Zeit später wieder zu Tage fördern. Die Voraussetzungen stimmen: Eine große x-Höhe, klare einfache Formen mit offenen Punzen und eine großzügige Zurichtung sind zentrale Gestaltungsmerkmale, die Burlingame mit Individualität und Charakterstärke verbindet. Der Entwurf wird zu einer umfangreichen Schriftfamilie ausgebaut.

Burlingame

Ausgangspunkt seiner Gestaltung sind die Formen der Square Sans. Als eine der zentralen Herausforderungen beschreibt Crossgrove die Aufgabe, den Buchstaben unter Erhalt des Eindrucks einer monolinearen Schrift mehr Klarheit und Frische zu verleihen. Sein Ziel erreicht er mit einem geschickten Kunstgriff: er kerbt die Linienanschlüsse ein, betont damit die Buchstabenform und sorgt für zusätzliche Dynamik im Schriftbild. Diese Kerbe findet sich nicht nur an Bögen wie zum Beispiel bei „h“, „g“ oder „p“, sondern in leicht abgewandelter Form auch am Ansatz der Schenkel vom „k“.

Burlingame

Einen technischen, fast schon etwas strengen Charakter erhalten die Buchstaben der Burlingame durch die waagerecht abgeschnittenen Scheitel, zum Beispiel bei „v“ und „w“ aber auch beim versalen „A“, „N“ und „M“.

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Eine ebenfalls waagerecht abschließende Füllung auf der Innenseite des Scheitels sorgt für eine zusätzliche Betonung dieses Gestaltungselementes. Und auch das Zentrum des „x“ und der Schenkelanschluss beim „y“ greifen dieses Charaktermerkmal in einer eigenen Interpretation wieder auf.

Burlingame

Freundliche Lebendigkeit erhält die Burlingame auf der anderen Seite durch Punkte in Form der Superellipse und teilweise abgeschrägte Linienenden.

Burlingame

Burlingame liegt in neun, von Thin bis Extra Black fein abgestuften Strichstärken vor. Neben den aufrechten Schnitten steht auch eine Italic mit geneigten Buchstaben und einem runder gestaltetem gemeinem „e“ zur Verfügung.

Designer-Interview
Burlingame

Darüber hinaus zeichnet Crossgrove für alle Schnitte eine Condensed-Variante mit deutlich reduzierter Laufweite. Die Zeichenausstattung deckt im OpenType-Pro-Ausbau nicht nur west- sondern auch mitteleuropäische Sprachen ab.

Burlingame


Burlingame

Burlingame kann ihre Stärken auf dem Bildschirm am besten ausspielen, trotzdem eignet sich die perfekt lesbare Schrift für zahlreiche andere Anwendungen, auch im Print-Bereich. Ihre vielen besonderen Gestaltungsmerkmale unterstützen in kleinen Schriftgraden vor allem die Lesbarkeit, sorgen in Headlines und Logos aber für einen sehr markanten und individuellen Charakter. Ein perfekter Ausbau nicht nur mit Strichstärken, sondern auch unterschiedlichen Laufweiten, gibt Ihnen für größere Corporate Identity-Projekte die nötige Flexibilität an die Hand. Burlingame ist damit die ideale Schrift für moderne Gestaltungen, die einer Schrift sowohl im Printbereich als auch auf dem Bildschirm und im Web das Optimum abverlangen.

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Lesen Sie auch das Interview mit Carl Crossgrove.

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