Agmena

Agmena: Eine poetische Buchschrift mit perfekter Gestaltung

Die Antiqua Agmena von Jovica Veljović ist als perfekte Buchschrift konzipiert. Die Schrift spielt gekonnt mit Proportionen, Formen und Zwischenräumen, ähnlich einem guten Erzähler, der zur Untermalung seiner Geschichte die Tonhöhe variiert und geschickt längere Pausen setzt. Lernen Sie die spannende Schrift im Folgenden genauer kennen.

Agmena

Agmena™ hat kein historisches Vorbild und wurde von Jovica Veljović mit dem Ziel vor Augen entworfen, eine neue Buchschrift zu schaffen. Ihre Gestaltung basiert zwar auf der Renaissance-Antiqua, lässt sich aber nicht einer bestimmten Schrift dieser Gruppe zuordnen. Klare und offene Formen, große Punzen und eine relativ große x-Höhe sorgen dafür, dass die Buchstaben der Agmena auch in kleinen Schriftgraden bestens zu lesen sind.

Agmena

Leicht gekehlte, mit einer Rundung an den Stamm anschließende Serifen nehmen Härte aus der Schrift und geben der Agmena einen lebendigen Charakter. Unterstützt wird diese nonformale Ausstrahlung durch zahlreiche kleine Variationen in den Buchstabenformen. So zeigen zum Beispiel „b“, „d“ und „h“ leicht unterschiedliche Strichansätze, wie auch die Serifen zwischen zahlreichen Buchstaben in Form und Länge leicht variieren. Die Punkte über „i“, „j“ und den deutschen Umlauten sind nahezu als Kreis ausgeführt, während bei den Satzzeichen dagegen die für eine Federschrift typische Rautenform zum Einsatz kommt. Auch wenn viele dieser Variationen nur bei genauem Hinsehen zu erkennen sind, reichen sie doch aus, um der Agmena den Touch einer handgemachten Schrift zu verleihen. Gerade in großen Schriftgraden kann sie diesen Charakter gut ausspielen; hier bekommen einzelne Buchstaben eine fast skulpturale Ausstrahlung.

Agmena

Die Italic-Schnitte der Agmena sind als echte Kursive ausgeführt. Diverse Zierbuchstaben und zusätzliche Ligaturen komplettieren den Schreibschrift-Charakter der Kursiven. Die schmaler und deutlich schwungvoller gestalteten Kleinbuchstaben weisen einen höheren Kontrast in der Strichstärke auf und erinnern nicht zuletzt dank der geänderten Linienabschlüsse an eine mit der Feder geschriebene Handschrift. Das gemeine „a“ wechselt in die geschlossene Form und das „f“ bekommt eine Unterlänge. Die kursiven Versalien sind dagegen bewusst als Ruhepol gestaltet, ohne dabei nur mechanisch schräggestellt zu wirken. Diese optische Annäherung an die aufrechten Schnitte macht es sogar möglich, Buchstaben beider Stile zu kombinieren.

Agmena

Agmena liegt in den vier Strichstärken Book, Regular, Semibold und Bold – alle mit passender Italic – vor. Veljović sieht die Anwendung der Book und Regular nicht nur im optischen Ausgleich zwischen verschiedenen Schriftgrößen, zum Beispiel zwischen Fließtext und Fußnoten; die zwei Schnitte eignen sich auch, die Eigenschaften unterschiedlicher Papiersorten auszugleichen: Regular für gestrichene und Book für Werkdruckpapiere.

Agmena

Die Zeichenausstattung der Agmena lässt keine Wünsche offen. Alle Schnitte verfügen über Kapitälchen und verschiedene Ziffernsätze, die mit Versal- und Mediävalziffern für den proportionalen und Tabellensatz zugerichtet sind. Der pan-europäische Sprachausbau deckt nicht nur eine Vielzahl von Sprachen ab, die auf dem lateinischen Alphabet beruhen, sondern Agmena enthält auch kyrillische und griechische Buchstaben. Die Standardligaturen werden durch besondere Buchstabenkombinationen für Griechisch und Serbisch ergänzt. Außerdem bietet Agmena einige Initialformen, alternative Buchstaben und Ornamente an.

Agmena


Agmena


Agmena
Beispieltext in serbischer und russischer Sprache (serbisch = helle Schrift auf dunklem
Hintergrund, russisch = dunkle Schrift auf hellem Hintergrund)


Agmena
Ligaturen und Schwungschrift


Agmena ist eine poetische Textschrift, deren Formen und Abstände über Jahre für den Buchsatz optimiert wurden. Aber auch in großen Schriftgraden machen ihre individuellen, lebendigen und teilweise skulpturalen Buchstaben eine gute Figur. Ihre soliden Formen eignen sich darüberhinaus nicht nur für den Druck, sondern können auch den schwierigen Bedingen auf dem Bildschirm widerstehen. Hier können Sie Agmena als Webfont zum Beispiel problemlos für Ihre Internetseiten nutzen.

Lesen Sie auch das Interview mit Jovica Veljović!

Auf der nächsten Seite finden Sie viele detaillierte Erläuterungen zur Agmena von Jovica Veljović sowie Skizzen, Entwürfe und Anwendungsbeispiele.


Online-Publikation

Für Agmena ist eine Online-Broschüre zum direkten Lesen am Bildschirm vorhanden.


Auszeichnung

Agmena erhielt das Certificate of Excellence in Type Design auf dem TDC2 2013.

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