David Hadash

David Hadash: eine gut ausgebaute und vielfältig einsetzbare hebräische Schriftfamilie

Die durchdachten und klaren Formen der Schrift „David“ von Ismar David schlagen in den 1950er Jahren ein neues Kapitel in der Gestaltung hebräischer Schriften auf. Mit der David Hadash™ (Neue David) macht Monotype die hebräische Schrift nun erstmals als komplette Familie für den digitalen Satz zugänglich.

David Hadash

Einen ausgesprochenen Mangel an guten hebräischen Schriften macht der Gestalter Ismar David Anfang der 1930er Jahre aus und beschließt, dem mit einer neuen, großen Schriftfamilie entgegenzuwirken. Mit der Gestaltung beginnt er 1933 in Jerusalem, also lange vor der ersten Veröffentlichung in den 50er-Jahren. Nach Jerusalem war der 21-Jährige ein Jahr zuvor nach Abschluss der Städtischen Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Berlin-Charlottenburg gereist, um die Umsetzung eines von ihm gewonnen Design-Projektes zu begleiten. Er beschließt zu bleiben und kehrt nicht nach Deutschland zurück.

Angeregt durch die neue Umgebung, soll sich seine Schrift nicht an den europäischen Gestaltungsprinzipien, sondern mehr an den alten semitischen Formen orientieren. Er bricht aber auch mit dem düsteren und prunkvollen Stil hebräischer Schriften im frühen 20. Jahrhundert und gibt der „David“ weiche und einfache Formen, die auf das wesentliche reduziert sind. Die charakteristischen Elemente der historischen hebräischen Buchstaben bleiben dabei erhalten, dezente Kurven setzen neue Akzente und nicht zuletzt sorgt Ismar David dafür, dass auch ähnliche Buchstabenformen gut zu unterscheiden sind. Ausgehend von diesen grundlegenden Gestaltungsprinzipien entwirft er drei Stilvarianten, die in der David Hadash™ als Sans, Formal und Script bezeichnet werden. Alle Stile liegen in den drei Strichstärken Regular, Medium und Bold vor.

Mit ihren Variationen in der Strichstärke wie auch den deutlich erkennbaren Strichansätzen wirkt die David Hadash Formal, als wäre sie mit einem Füllfederhalter geschrieben. Leicht geschwungene Buchstaben mit abgerundeten Kurven unterstützen ihren lebendigen und dynamischen Charakter.

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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Formal.
(Auszug aus “A City and the Fullness thereof” von Nobelpreisträger Shmuel Yosef Agnon).
Sprache: Modern Hebrew.


Obwohl die Formen der David Hadash Sans weitgehend der Formal ähneln, unterscheidet sie sich im optischen Eindruck deutlich. Kurven sind teilweise als scharfe Winkel ausgeführt und die Schrift wirkt eher, als wäre sie in Stein gemeißelt. Mit ihren reduzierten Formen und der fast monolinearen Strichführung wirkt die David Hadash Sans im Gegensatz zur Formal deutlich kühler und technischer.

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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Sans.
Auszug von Orit Gidali. Smichut, Hakibbutz Hameuchad Publishing House Ltd., Tel Aviv 2009 (Veröffentlichung mit Erlaubnis des Autors).
Sprache: Modern Hebrew.


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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Sans.
(Arbeit des renommierten Autors Shalom Aleichem “A frier fest”).
Sprache: Yiddish.


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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Sans.
Tageszeitung Haaretz, 13. April 2011: Basketball: The “Hapoel” Jerusalem fall again into routine (von Tal Ben Ezra).
Sprache: Modern Hebrew.


Die David Hadash Script wurde ursprünglich als Auszeichnungsschrift zur Formal entworfen, sie macht aber auch separat eingesetzt eine gute Figur. Ihre dynamischen, in Schreibrichtung leicht geneigten Buchstaben sind dabei im Vergleich zur Formal deutlich schwungvoller gestaltet und teilweise mit Stilmerkmalen der Rashi-Schrift ergänzt. David Hadash Script kann damit zurecht als echte Kursive bezeichnet werden, die dank ihrer besonderen Anmutung und Schönheit ein besonderes Juwel unter den hebräischen Schriften darstellt.

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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Script.
Auszug von Orit Gidali. Smichut, Hakibbutz Hameuchad Publishing House Ltd., Tel Aviv 2009. (Veröffentlichung mit Erlaubnis des Autors).
Sprache: Modern Hebrew.


Als Variation der Formal steht als vierter Stil die David Hadash Biblical zur Verfügung. Hier sind Kantillationszeichen ergänzt, die speziell für hebräische Bibeltexte gebraucht werden, um neben Konsonanten und Vokalzeichen den musikalischen Vortrag im jüdischen Gottesdienst festzulegen.

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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Biblical (David Hadash Formal with cantillation marks).
Sprache: Biblical Hebrew.

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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Formal.
(From the Digitized Ladino Library, Stanford University.
Auszug aus “The Selihoth of the Sephardim” von Josef Alschech).
Sprache: Ladino.

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Anwendungsbeispiel mit David Hadash Formal.
Text von Moses Maimonides (Erläuterungen zur Tora).
Sprache: Modern Hebrew.


Dank der unterschiedlichen Stile und ihres guten Ausbaus können Sie David Hadash in sehr unterschiedlichen Bereichen einsetzen. Sowohl alleine als auch gerade in Kombination eröffnen Ihnen die Variationen der Schrift einen großen Gestaltungsspielraum. Nicht nur bei Text- und Headlineschriften, sondern auch als Firmenschrift ist die David Hadash eine sehr gute Wahl.

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