Adelle

Adelle: Eine individuelle und gut lesbare Slabserif

Die vielseitige Slabserif Adelle aus der Foundry Typetogether spielt ihre Stärken vor allem im Satz von Zeitungen und Magazinen aus. Aber auch in anderen Anwendungsgebieten macht sie eine gute Figur.

Veronika Burian und José Scaglione, die Designer von Adelle, haben mit der Schrift eine große Schriftfamilie geschaffen, die sowohl im Text- als auch im Headline-Bereich einzusetzen ist. Wichtig ist den beiden Gestaltern, sich bei ihren Projekten nicht in der Gestaltung einzelner Schnitte zu verlieren, sondern immer auch den Blick für das Ganze zu behalten. Bei der Adelle gelingt es ihnen so, die mittleren Strichstärken mit Fokus auf den Textsatz zu entwickeln und die Schnitte trotzdem harmonisch in die Schriftfamilie zu integrieren.

Die Buchstaben der Adelle zeigen einen nur geringen Kontrast in der Linienführung. Ihr Charakter wird wesentlich – wie es sich für eine Slabserif gehört – durch die kräftigen Serifen bestimmt. Diese sind als Rechtecke mit gewölbter Oberseite ausgeführt und schließen weich an den Aufstrich an. Die Strichansätze der Bögen und Querstriche sind dagegen ohne Rundung gestaltet, was der Schrift eine eher formale, leicht technische Anmutung verleiht. Im Kontrast dazu stehen wiederum die Punkte. Mit ihrer stark abgerundeten, rechteckigen Grundform bilden sie einen angenehm weichen Konterpunkt zu den eher strengen Formen. Letztendlich tragen auch die abgeschrägten Linienabschlüsse und ganz leicht gewinkelte Enden zum dynamischen Charakter der Adelle bei.

Die starken Serifen und der geringe Strichstärkenkontrast sorgen für ein klares und kräftiges Schriftbild, das auch schwierigen Produktionsbedingungen, wie zum Beispiel im Zeitungssatz, widersteht. Dank der relativ großen x-Höhe sind vor allem die Buchstaben der mittleren Strichstärken auch in kleinen Schriftgraden gut lesbar.

Ihre Individualität mit hohem Wiedererkennungswert spielt die Schrift dagegen in großen Schriftgraden aus. Hier sind die zahlreichen Gestaltungsdetails gut zu erkennen und verleihen der Schrift einen ganz besonderen Charakter.

Adelle liegt in den sechs Strichstärken Light, Regular, Semibold, Bold, Extrabold und Heavy vor. In den entsprechenden Italic-Schnitten ist der Strichstärkenkontrast leicht angehoben, Bögen sind schwungvoller gestaltet und zahlreiche Buchstaben wechseln in eine neue Form. Über die OpenType-Funktionalität zu erreichen und in allen Schnitten enthalten, sind Kapitälchen sowie Mediäval- und Versalziffern. Zusätzlich gehen die verfügbaren Ligaturen weit über eine Standardausstattung hinaus. So zeichnen Veronika Burian und José Scaglione zum Beispiel kunstvoll verbundene Sets für ch, st oder auch Th. Und nicht zuletzt umfasst der Sprachausbau der Schrift 33 Sprachen und enthält damit auch Zeichen für den zentraleuropäischen Raum. Zählt man alle Zeichen zusammen, umfasst jeder Schnitt der Adelle an die 900 Glyphen.

Eine kleine Besonderheit verbirgt sich hinter den Formatsätzen (im englischen stylistic sets) der OpenType Schrift. Hier werden verschiedene Piktogramme angeboten und Gestalter finden zum jeweiligen Schnitt passende Pfeile, Symbole und spezielle Ziffern.

Adelle ist eine gut ausgebaute, hervorragend lesbare Slabserif mit der Sie zum Beispiel Magazine oder Zeitungen setzen können. Dabei macht die Schrift nicht nur im Text-, sondern auch im Headlinebereich eine gute Figur. Vor allem in großen Strichstärken hat Adelle einen hohen Wiedererkennungswert und gibt Ihren Publikationen eine individuelle Note. Dank ihres besonderen Charakters können Sie Adelle aber auch im Akzidenzsatz oder für Firmenausstattungen einsetzen.

In dem europaweiten Designwettbewerb Ed-Awards 2010 wurde Adelle mit Gold in der Kategorie „Original Typeface“ ausgezeichnet.


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