Malabar

Hier haben wir einige Fakten und Fotos von der Preisverleihung für Sie zusammengestellt.
Am 12. Februar 2010 wurde die Schrift Malabar™ von Linotype mit dem design prize of the Federal Republic Germany ausgezeichnet. Der Preis wird vom deutschen Rat für Formgebung und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verliehen. Linotype ist sehr stolz darauf, in diesem Jahr eine der nur fünf Gold-Auszeichnungen in der Kategorie Kommunikationsdesign erhalten zu haben. Der Designer der Schrift, Dan Reynolds, und der Geschäftsführer der Linotype GmbH, Frank Wildenberg, nahmen die Auszeichnung im Rahmen der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt am Main persönlich entgegen.
„Linotype ist es gelungen, eine ebenso zeitgemäße wie zeitlose Schrift zu schaffen”, lobte das Jury-Mitglied Robert Klanten, der außerdem „die herausragende typographische Qualität der Buchstaben und einzelnen Schriftstile von Malabar” hervorhob.
Der Designpreis Deutschland ist die landesweit höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet. Keine andere Auszeichnung für Design stellt so hohe Anforderungen an die Bewerber wie dieser: Ein Unternehmen kann nur am Wettbewerb teilnehmen, wenn sein präsentiertes Produkt bereits mit einem anderen nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurde. Vor der Nominierung für den Designpreis Deutschland erhielt Malabar ein Certificate of Excellence in Type Design beim TDC2 2009. Ferner wurde sie bei dem jährlich stattfindenden Europäischen Design-Wettbewerb ED-Awards 2009 mit einem Silber-Preis ausgezeichnet.
Für den diesjährigen Designpreis wurden in den Kategorien Produktdesign und Kommunikationsdesign über 1.200 Einreichungen nominiert. Insgesamt vergab die Jury 35 Silber-Auszeichnungen, während den Goldpreis nur fünf Objekte pro Kategorie erhielten. Unter den nominierten Einreichungen waren auch andere Schriften, unter anderem die Schriftfamilie Ginkgo von Linotype, aber nur Malabar gehörte zu den diesjährigen Gewinnern.
Die Schriftfamilie Malabar von Dan Reynolds entstand aus Martel, einem Multi-Script-Design, das er im Jahr 2008 in einem Schriftdesign-Kurs im Rahmen seines MA-Studiums an der Universität Reading entworfen hatte. Die lateinische Komponente wird derzeit von Linotype angeboten und Sie können sie hier erwerben. Die Devanagari-Version befindet sich noch in Entwicklung und wird demnächst erhältlich sein.
Hier der vollständige Kommentar der Jury über das Design von Malabar:
„Die Gestaltung der Malabar ist auf den Einsatz in modernen indischen Tageszeitungen zugeschnitten. Daher ist diese Schrift sowohl in einer lateinischen Version als auch in Devanagari – der am häufigsten verwendeten Schrift in Indien – erhältlich. Malabar vermittelt einen besonders robusten Eindruck und behält dabei dennoch eine ausgezeichnete Lesbarkeit bei. Die Idee, die Großbuchstaben sowie die Oberlängen der Kleinbuchstaben zu verkürzen, ist ein ebenso einfacher wie wirkungsvoller Trick. Dadurch erscheinen die Buchstaben nicht nur größer, sondern sind dank einiger kleiner, kaum wahrnehmbarer Korrekturen an den Kurven und Serifen auch sehr leicht voneinander zu unterscheiden. Bestimmte Buchstaben, wie beispielsweise das kleine „k”, wirken fast verspielt, jedoch ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen. Dank dieser Eigenschaften können die Zeitungsleser auch längere Textpassagen in kleinen Schriftgrößen lesen, ohne die Augen zu ermüden. Die Devanagari-Version der Schrift folgt den gleichen Design-Konzepten und ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie meisterhaft Typographie das geschriebene Wort in allen Alphabeten unterstützen kann.”
„Mit Malabar ist es Linotype gelungen, eine ebenso zeitgemäße wie zeitlose Schrift zu schaffen, die mit der herausragenden typographischen Qualität ihrer Zeichen und einzelnen Schriftstilen sowie der perfekten Harmonie bei deren Kombination überzeugt.”
– Robert Klanten, Die Gestalten Verlag