Aeonis

Klare Formen, klassisch und schlicht: Die Schriftfamilie Aeonis von Erik Faulhaber



Aeonis Anwendungsbeispiel

Nach der Generis™ ist die Aeonis™ die zweite große Schriftfamilie von Erik Faulhaber. Vorbild für die serifenlose Grundform der Aeonis war die griechische Lapidarschrift des 9. Jahrhunderts v. Chr. Typisches Merkmal dieser wegen ihrer Deutlichkeit häufig verwendeten Schrift ist die offene Form des Großbuchstabens A. Inspiration für die Rundungen der Aeonis war eine Deckenleuchte des deutschen Designers Wilhelm Wagenfeld aus dem Jahr 1952. In diesem Spannungsfeld von Antike und Moderne entstand damit durch den wohlkalkulierten Widerspruch zwischen Kreis und Rechteck eine energiegeladene neue Schrift: die Aeonis.
Aeonis Anwendungsbeispiel
Durch das Weglassen der Sporne am Stamm der Kleinbuchstaben wurde die Formensprache der Aeonis auf das Wesentliche reduziert. Als weitere Konzentration auf die pure Schrift wurden die für den Lesefluss nicht notwendigen horizontalen Striche der Kleinbuchstaben „f”, „t” sowie der Ziffer „4” einseitig weggelassen.
Aeonis Anwendungsbeispiel
Die Aeonis steht in drei Weiten und 7 Stärken, die hinsichtlich der Fette-Weite-Proportion sorgsam aufeinander abgestimmt sind, zur Verfügung. Der deutliche Kontrast in den fetten Strichstärken betont die organische Prägung der Aeonis und schafft spannungsvolle Ästhetik. Durch ihre offene Form sichern die Buchstaben auch in kleinen Schriftgraden eine gute Lesbarkeit. Da sich die dynamischen Einzelformen der Aeonis problemlos auch in ein funktionales Erscheinungsbild einpassen, ist diese Schrift sowohl für den komplexen Mengensatz als auch für den logohaften Displaysatz geeignet.
Besonderes Gewicht wurde bei der Entwicklung der Aeonis auf die aufeinander abgestimmten Proportionen gelegt: Alle Schnitte und Garnituren besitzen die gleiche Versalhöhe, sowie gleiche Ober-, Mittel- und Unterlängen. Wie schon zuvor bei der Generis sind bei der Aeonis die Ziffern, Währungszeichen, mathematische Zeichen Punkturen und verwandte Zeichen für den korrekten Tabellensatz mit einer aufeinander abgestimmten Zeichenweite versehen.
Aeonis Anwendungsbeispiel
Damit ist die Aeonis ganz systematisch aufgebaut und alle Weiten und Stärken sind uneingeschränkt miteinander kombinierbar. In der Aeonis vereinigt sich anspruchsvolle Typografie mit zeitgemäßem Schriftcharakter. Wen das offene A zu sehr stört, der kann auf ein alternatives A mit einem Querbalken zurückgreifen.


Hier sehen Sie noch einige weitere Designs, bei denen ein offenes A Verwendung fand:
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