Fünf neue Schriften aus Großbritannien und Deutschland
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 | Jovica Veljović nimmt in der Welt des Schriftdesigns eine ganz besondere Stellung ein. Seit Beginn der 1990er Jahre bildet der gebürtige Serbier an der Hamburger Universität neue Designer aus. Jovica Veljović ist auch ein anerkannter Schreibkünstler und führt zahlreiche öffentliche Aufträge aus. Seine früheren Arbeiten wurden in den Bibliotheken von ITC und Adobe veröffentlicht. 1985 erhielt er den Charles-Peignot-Preis, der von der internationalen typografischen Gesellschaft ATypI in unregelmäßigen Abständen einem Designer unter 35 verliehen wird. In Interviews im deutschen Fernsehen bezeichnete ihn Hermann Zapf als seinen Nachfolger.
Die neueste Schrift von Jovica Veljovic wurde als Linotype Original herausgegeben. Libelle™, eine englische Copperplate-Schrift mit großem Funktionsumfang, zeigt besonders deutlich den ausgeprägten Sinn des Designers für kalligraphische Feinheiten. Der Font enthält über 400 Alternativzeichen, mehr als genug, um diesem eigentlich starren Genre das perfekte Ausmaß an Unregelmäßigkeit zu verleihen. |
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 | Im Rahmen seines Abschlussprojekts an der Universität schuf der Berliner Designer Hendrik Möller die Schrift Luba™. Die Familie ist eine informelle Sans Serif-Schrift und enthält sowohl lateinische als auch kyrillische Zeichen. Ursprünglich entwarf Möller die Schrift für Sprachkurse, um Westeuropäern das Erlernen von Russisch oder anderen Sprachen mit kyrillischer Schrift wie Bulgarisch oder Ukrainisch zu erleichtern. Im Design von Luba werden die wichtigsten identifikatorischen Elemente der Zeichen besonders betont und schaffen eine klare Formensprache. Da das Erlernen einer Fremdsprache schon schwierig genug ist, erfreut Luba mit einem offenen, ungezwungenen, serifenlosen Stil, der beim Lernen entspannend wirkt. |
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 | Schon seit Jahrzehnten faszinierte den deutschen Designer Hellmut G. Bomm das 1538 erschienene Schreibmusterbuch von Johann Neudörffer dem Älteren. Als Mitarbeiter des berühmten deutschen Renaissancemalers Albrecht Dürer trug Neudörffer zur Schaffung der Frakturschrift bei, die für viele Jahrhunderte zu den beliebtesten Schriftstilen in Europa werden sollte. Die Rückkehr zu den Wurzeln inspirierte Bomm dann zu seinem neuen Werk. Das Design Neudoerffer Fraktur™ besteht aus drei separaten Zeichensätzen, die dem Benutzer weitaus vielseitigere Möglichkeiten bieten als andere Frakturschriften. Je nach verfügbarer Anwendung und Umfang der OpenType-Unterstützung können Sie bei Neudoerffer Fraktur zwischen zwei OpenType-Versionen wählen. Wenn Sie Adobe InDesign CS verwenden, können Sie die Vorzüge der drei Stilsätze von Neudoerffer Fraktur Regular nutzen. Um die Funktionen der Schrift voll auszuschöpfen, sollten Sie Neudoerffer Fraktur Regular 1, Neudoerffer Fraktur Regular 2 und Neudoerffer Fraktur Regular 3 kombiniert verwenden. |
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 | Hellmut G. Bomm war in der letzten Zeit sehr beschäftigt. Diese Designs unterscheiden sich wesentlich von Neudoerffer Fraktur und belegen die Vielseitigkeit des Designers. Nautilus™ Text und Nautilus Monoline Text gemeinsam legen dem Gestalter einen völlig neuen Werkzeugsatz in die Hand. Das Schriftsystem Nautilus ist die Fortsetzung eines früheren Werks von Bomm - seiner ursprünglichen Linotype Nautilus, die 1999 erschien. Nautilus Text ähnelt Linotype Nautilus, ist aber besser auf das Lesen langer Textpassagen abgestimmt. Nautilus Monolinear hingegen ist eine völlig neue Schrift im zeitgenössischem Look. Ihre Buchstabenformen haben die gleichen Proportionen wie die von Nautilus Text, allerdings ohne die kalligraphische Modulation. Nautilus Monoline ist eine erfrischende Titelschrift, die sich hervorragend mit Texten in Nautilus Text oder anderen kompakten Serifen-Designs kombinieren lässt. |
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 | Die Wurzeln von ITC Johnston™ liegen in der Schrift „London Underground Railway”, die Edward Johnston Anfang des 20. Jahrhunderts schuf. Die Arbeit an der modernen, digitalen ITC-Schriftfamilie begann Ende der 1990er Jahre. 2002 überarbeiteten David Farey und Richard Dawson das Design und fügten Kursivvarianten hinzu. Nun ist sie zurück und die OpenType-Version dieses klassisch englischen Meisterwerks steht allen modernen Designern zur Verfügung. Die ursprüngliche „London Underground Railway” von Johnston war die erste Schrift, die speziell für eine spezifische Corporate Identity geschaffen wurde sowie die erste serifenlose Schrift des 20. Jahrhunderts. Für ihn war sie ein Alphabet für Schilder und andere kurze Beschriftungen, das keinen Lesekomfort für lange Textpassagen bieten muss, sondern einfach auf einen Blick schnell zu erfassen ist. Die aktualisierte Version von Farey und Dawson behält die ausgesprochene Sachlichkeit von Johnstons Buchstaben bei, bereichert sie aber gleichzeitig um komfortable Lesbarkeit in Textgrößen. |
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 | Jeden Monat nehmen wir neue Schriftenbibliotheken in unseren Online-Shop auf. |
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 | Mitarbeiter von Linotype nehmen oft an internationalen Konferenzen teil, um Kunden persönlich zu treffen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der HOW Design Conference 2009 in Austin (Texas) vom 24. bis 27. Juni 2009! |
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