Die Form der F-Löcher einer Violine erinnerten den deutschen Designer André Maaßen an ein kursives ¿f¿. Er nutzte diese faszinierende Form als den Ausgangspunkt für eine komplette Schrift, der er zu Ehren des größten Geigenbaukünstlers aller Zeiten, Antonio Stradivarius, den Namen ¿Varius¿ gab.
Die Varius hat drei verschiedene Schriftstilvarianten.
Varius 1 und die dazu gehörige Kursive bilden die Basis der ganzen Schriftfamilie. Sie sind Schriften in der klassischen Manier der barocken Serifenschriften. Die
Varius 2 und ihre Kursive sind serifenbetonte Egyptienne-Linear-Antiqua-Schriften, etwas fetter als die klassische Ausprägung der Varius 1. Die
Varius 3 und ihre Kursive sind Halbserifen-Schriften: Ihre Buchstaben sind zwar mit Serifen versehen, doch sind diese vielerorts abgeschnitten. Abgerundet wird die Familie durch zwei Zusatz-Fonts: ¿Ornaments¿, der sich in Kombination mit den Textschriften oder allein (für Zierränder oder als einzelne Schmuckelemente) verwenden lässt, und ¿Musika¿, ein Font mit musikalischen Symbolen und Notationen. Jede der sechs Textschriften wird durch Dutzende von zusätzlichen Ligaturen angereichert. Bei Verwendung in einer OpenType-Anwendung wie Adobe InDesign werden diese Ligaturen automatisch in den Text eingefügt, sofern die entsprechende Funktion aktiviert ist. Darüber hinaus beinhalten die Zeichensätze auch alternative Glyphen, etwa ein verziertes ¿m¿ für das Ende einer Zeile. Diese können in Softwarepaketen, die Glyphen-Paletten (z.B. Adobe InDesign oder Illustrator CS) enthalten, auch von Hand eingesetzt werden.
Alle Buchstabenformen der Varius-Schriftfamilie laufen schmal und man sieht die Spuren der Breitfeder. Außerdem erkennt man überall die Form der F-Löcher der Violine ... Die Varius eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen, beispielsweise für Lauftext, Zeitungstext, Anzeigentext, Headlines, Poster, Bücher, Bildschirmtext und auch für Corporate Identify-Zwecke. Je nach Verwendung in kleineren oder größeren Graden kommen die unterschiedlichen Aspekte dieser Schrift stärker oder weniger stark zum Vorschein. Dadurch ergeben sich auch die verschiedensten Effekte und Möglichkeiten. Wegen ihres speziellen Charakter lässt sich die Schrift für ein Logo oder in einem Corporate Design einsetzen, wo es darum geht, Persönlichkeit auszudrücken. Bei Verwendung für Bildschirmanzeigen ist die Punktgröße von besonderer Bedeutung. Dort darf sie nicht zu klein gewählt werden.
Weitere Informationen über die Varius-Schriften und ihren Schöpfer erfahren Sie unter
varius-typeface.com.