Seit ihrer ersten Veröffentlichung ist Trade Gothic ein fester Bestandteil des amerikanischen Grafikdesigns, wurde aber auch international viel verwendet. Eine Zeit lang entpuppte sie sich sogar als Konkurrent der
Helvetica®. Heute sieht man Trade Gothic viel in der Werbung und in Multimedia-Anwendungen, in Kombination mit Serifen-Textschriften, und die Condensed-Versionen sind im Zeitungsdruck für Überschriften beliebt. Trotz ihres großen Erfolgs zeigen die verschiedenen Schriften der Familie Trade Gothic keine einheitlichen Strukturen, wenn auch gesagt werden kann, dass diese kleinen Unstimmigkeiten dem Stil eine Art irdische Natürlichkeit verleihen.
2008 beauftragte Linotype Tom Grace mit der Neugestaltung, Überarbeitung und Erweiterung der Schriftfamilie Trade Gothic. Unter der Leitung des künstlerischen Leiters von Linotype
Akira Kobayashi, entstand so die neue Schriftfamilie Trade Gothic Next. Hierbei wurden viele Details optimiert, wie zum Beispiel die Abschlüsse, Linienenden, die Zeichenabstände und die Laufweite.
Der amerikanische Schrift-Designer Tom Grace schloss 2003 ein MA in Schrift-Design an der Universität Reading (UK) ab und arbeitet heute in Heidelberg. Trade Gothic Next war sein erster großer Auftrag von Linotype.
Akira Kobayashi ist seit 2001 künstlerischer Leiter bei Linotype. In vieler Hinsicht könnte er als später Nachfolger von Jackson Burke gesehen werden.