Renner Antiqua

Mehr über Paul Renner

Paul Renner und Jan Tschichold
Ende der Zwanziger- bis Anfang der Dreißigerjahre war Renner Direktor der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker. Im Jahr 1926 stellte Renner den jüngeren Jan Tschichold (1902–1974) als Lehrer ein. Tschichold, bereits ein veröffentlichter Autor, begann damals mit der Formulierung seiner Ideen, die er dann 1928 in seinem Buch „Die neue Typographie” (The New Typography).

Politische Schwierigkeiten
Rechtsextremisten in Deutschland bezeichneten Renner und Tschichold als „Bolschewisten”, also mit einem Attribut, das nur wenig später beachtlichen Schaden anrichten konnte. 1932 schrieb Renner einen Text, in dem er die kulturellen Ideen des Nationalsozialismus kritisierte. Nach der Machtübernahme der Nazis bekamen Renner und Tschichold sofort die Konsequenzen zu spüren. Beide wurden ihrer akademischen Ämter enthoben. Tschichold ging in die Schweiz, während Renner in Deutschland blieb.
Später gelang es Renner, als Privatperson weiterzuarbeiten. Bereits mit 50 konnte er bei der Suche nach neuen Aufträgen auf diverse persönliche Kontakte aus seiner langen beruflichen Laufbahn zählen. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Maler entwarf er zwei Schriften, die noch vor Kriegsausbruch veröffentlicht wurden: Ballade, die 1937 von Berthold veröffentlicht wurde, und Renner Antiqua.
Mehr erfahren … Erfahren Sie alles über Paul Renner in dem Buch von Christopher Burke: Paul Renner: The Art of Typography. New York: Princeton Architectural Press (1998).

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