Neue arabische Schriften für die mehrsprachige Kommunikation von heute

Nadine Chahine, die Designerin von Frutiger® Arabic und Palatino® Arabic (ausgezeichnet mit dem Preis TDC2), veröffentlichte nun auch eigene Schriften: Koufiya™, Badiya™ und Janna™.
Koufiya entwarf sie im Jahr 2003 im Rahmen ihres Magisterstudiums an der Universität von Reading im Vereinigten Königreich. Dies ist die erste Schrift, die zueinander passende arabische und lateinische Zeichen enthält und die komplett von ein und demselben Designer mit der Absicht entworfen wurde, eine harmonische Ausgewogenheit zwischen beiden Schriftarten zu erzielen. Die arabischen Zeichen basieren auf der antiken Kufi-Schrift, die vom 7. bis 10. Jahrhundert nach Christus verbreitet war. Ihre charakteristischen Merkmale sind eine starke horizontale Grundlinie, eine horizontal überlappende Anordnung, klare, offene Punzen sowie ein allgemein offen wirkender Stil. Obwohl es an einen der ältesten arabischen Schriftstile anlehnt, wirkt dieses Design überraschend modern und frisch. Der lateinische Teil von Koufiya zeigt mit seinen flachen Oberbögen und eher quadratischen Proportionen holländische Einflüsse. Sowohl der arabische als auch der lateinische Teil wurden sorgfältig gestaltet, um die gleichen optischen Größen beizubehalten. Dennoch wurde keinerlei Kompromiss eingegangen, um sie einander ähnlicher zu machen. Sie sind so gestaltet, dass sie im Druck zueinander passen, um bei der gemeinsamen Anwendung, auch im gleichen Absatz, ein harmonisches Bild zu gewährleisten. Die Schrift unterstützt Arabisch, Persisch und Urdu. Für alle kompatiblen Sprachen stehen außerdem sowohl Proportional- und Tabellenziffern zur Verfügung.
Koufiya Anwendungsbeispiel

Badiya, deren Name „Wüste” bedeutet, ist eine moderne und leicht abgewandelte Naskh-Schrift. Aufgrund ihrer offenen Punzen eignet sie sich auch für die Anwendung in geringeren Größen. Das Ergebnis ist ein klares, gut lesbares und modernes Schriftbild. Ganz besonders eignet sich Badiya für den Druck in Zeitschriften und Unternehmensdokumentation. Als Textschrift mit passender Titelzeile lässt sie sich gut mit Frutiger Arabic und Janna kombinieren. Das lateinische Pendant von Badiya ist Syntax, die ebenfalls im Schriftsatz enthalten ist. Auch diese Schrift unterstützt Arabisch, Persisch und Urdu und enthält sowohl Proportional- als auch Tabellenziffern für alle kompatiblen Sprachen.
Badiya Anwendungsbeispiel

Janna basiert auf dem Kufi-Stil, enthält in der Buchstabenform jedoch auch Ruqaa- und Naskh-Elemente. Das Ergebnis könnte als humanistische Kufi-Schrift definiert werden, die mehr handschriftliche Strukturen und leichte Anpassungen enthält, was zu einer freundlicheren und ungezwungeneren Form führt, als dies sonst bei den stark konstruierten und strukturierten Kufi-Formen der Fall ist. Janna, deren Name im Arabischen „Himmel” bedeutet, wurde 2004 als Beschilderungsschrift für die American University in Beirut geschaffen. Somit zielt das Design hauptsächlich auf die Beschilderung ab, eignet sich aber auch für viele andere Zwecke, von der Anzeige auf Displays mit geringer Auflösung über Werbetitel bis hin zu Anwendungen für Firmenimages oder Markenzeichen. Das lateinische Pendant von Janna ist Avenir von Adrian Frutiger, die ebenfalls im Schriftsatz enthalten ist. Auch diese Schrift unterstützt Arabisch, Persisch und Urdu und enthält sowohl Proportional- und Tabellenziffern für alle kompatiblen Sprachen.
Janna Anwendungsbeispiel

Die drei sorgfältig gestalteten Schriften wurden nach den höchsten Qualitätsstandards geplant und realisiert und stellen somit wertvolle Ergänzungen Ihrer arabischen Schriftenbibliothek dar.

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