Typo-Galerie – Slate

Schrift-Designer: Rod McDonald, 2006

Die Schriftfamilie Slate™ vereint exzellente Zweckmäßigkeit mit ästhetischer Eleganz zu einem bemerkenswerten Kommunikationswerkzeug. Nur wenige Schriften haben so viel Power und Schönheit zu bieten. Slate wurde von dem preisgekrönten Schriftendesigner und Schreibkünstler Rod McDonald entworfen. Während seiner 40-jährigen Karriere nahm McDonald an einem Forschungsprojekt für Lesbarkeit und Leserlichkeit des nationalen Blindeninstituts Kanadas (CNIB) teil. Hier erfuhr er, welche Gestaltungselemente dazu beitragen, Buchstaben gut lesbar und Text leserlich zu machen.
Kurz nach seiner Kooperation mit dem CNIB wurde McDonald beauftragt, für die Zeitschrift Toronto Life eine große, serifenlose Schriftfamilie zu entwerfen. Obwohl bei dieser Schrift die Lesbarkeit nicht im absoluten Vordergrund stand, nutzte McDonald diese Gelegenheit, um verschiedene seiner im Rahmen des CNIB-Projekts aufgestellten Theorien für die Praxis zu testen. Ungefähr zur gleichen Zeit entwarf er außerdem eine serifenlose Schriftfamilie für das Nova Scotia College of Art and Design in Halifax. Die Schriften waren maßgeblich zur Verwendung auf der Webseite der Kunsthochschule bestimmt.
McDonald war nach eigener Aussage mit beiden Designs zufrieden, wollte aber noch weiter experimentieren. “Hinsichtlich meiner Vorstellungen von serifenlosen Schriften hatte ich den Eindruck, bisher lediglich an der Oberfläche gekratzt zu haben”, sagte er. “Der weiche, ruhige Look der Magazinschrift gefiel mir, stimulierte mich aber auch, ein gut lesbares Design für die Bildschirmnutzung zu schaffen.
Was ich wollte, war eine Schrift, die sowohl gedruckt als auch am Bildschirm funktioniert”, so McDonald. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitete er mit dem Team der Microsoft Typography zusammen, um sich mit der ClearType-Technologie vertraut zu machen. ClearType wurde von Microsoft entwickelt, um die Leserlichkeit von Bildschirmtexten zu verbessern, insbesondere bei der Anzeige auf Flüssigkristallbildschirmen (z.B. von Notebooks), Flachbildschirmen und Displays von Mobilgeräten.
Das technische Fachwissen und die geleistete Vorarbeit an serifenlosen Schriften für den Druck und die Bildschirmnutzung zahlten sich bei der Entwicklung der Schrift Slate sichtbar aus. So vereinte McDonald in Slate Charakteristiken seiner früheren Serifenlosen mit Merkmalen humanistischer Versionen, was zu einer außerordentlich guten Lesbarkeit führte. “Wenn es auch noch viel zu früh ist, um zu wissen, ob das, was ich wollte, in der Praxis funktioniert, erzielten die Tests sowohl im Druck als auch im Web schon recht gute Ergebnisse”, kommentiert McDonald.
Aus rein ästhetischer Sicht ist Slate einfach ein bildschönes Design. “Ich wollte keine Schrift, die konstruiert aussieht oder auffällige Elemente und Schnickschnack hat”, meint McDonald. “Ich wollte ein pures Design. Und ich gestehe, dass ich mit jedem Buchstaben, der aus der Reihe fiel, ausgesprochen unbarmherzig war.”
Lassen Sie sich von der hervorragenden Qualität dieser Schrift überzeugen.
Hier können Sie ein Muster der Slate in Druckqualität als PDF-Dokument herunterladen.

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