Agency FB Schriftfamilie


Entworfen von David Berlow (1990)
Morris Fuller Benton (1932)

Anders Lieblingsschriften

Die Lieblingsschriften des Designers Anders Francker

 
2010 veröffentlicht Anders Francker die Square Sans Francker™ bei Monotype. Sein als Ingenieur geschultes Auge hilft Francker nicht nur beim Entwerfen von Schriften, sondern auch bei deren Beurteilung. Exklusiv für Linotype.com stellt Anders Francker weiter unten seine sechs Lieblingsschriften vor.

Der 1972 in Dänemark geborene Francker interessiert sich schon als Kind für Zahlen und Buchstaben, die er auf Schildern oder in der Zeitung findet. Im Berufsleben wird er aber Ingenieur, leistet auf dem Gebiet der Mechanik Entwicklungsarbeit und fertigt technische Zeichnungen an. Malen und Zeichnen bleiben aber auch seine Hobbies und so sammelt er privat wie beruflich weiter gestalterische Erfahrungen.

Ohne jeglichen offiziellen Hintergrund einer Designschule kommt Francker schließlich Anfang des neuen Jahrtausends mit einer Software zum Gestalten von Schriften in Kontakt. Fasziniert vom Gedanken, eine eigene Schrift zu entwerfen, macht er sich ans Werk. Als wertvoll erweisen sich hier auch seine mathematischen Kenntnisse, mit denen er zum Beispiel gleichmäßig wirkende Abschlüsse unter verschiedenen Bedingungen erzeugen kann. Natürlich ist nicht alles mit Mathematik zu erledigen. So gibt Francker zu bedenken, dass Architekten, Ingenieure und andere, die daran gewöhnt sind, mit Zeichnungen zu arbeiten, viele neue, interessante Ideen in das Schrift-Design einbringen können, da sie die Dinge möglicherweise aus einer anderen Perspektive sehen.
Lesen Sie auch unser Designerinterview mit Anders Francker.

Francker Selections in Open Type Pro für nur 39 Euro*

Erwerben Sie Ihre Basisausstattungen der freundlichen Square Sans Francker zu einem unglaublich günstigen Preis: Nur für eine Woche sind unsere zwei Francker Selections mit jeweils sechs Schnitten (Selection 1 mit Extra Light, Light und Semibold, jeweils mit Condensed und Selection 2 mit Regular, Medium und Bold jeweils mit Condensed) für nur 39 Euro* pro Selection erhältlich. Sie sparen 312 Euro oder 90% gegenüber dem Normalpreis (Angebot gilt bis zum 26. 2. 2015).
Reduzierte Formen unterstützen in der Francker die technische Ausstrahlung der an der Superellipse orientierten Schrift. Die deutlichen Rundungen nehmen dabei Strenge aus der Gestaltung und verleihen der Francker einen weichen, humanen Charakter. Nutzen Sie das einmalige Flair der gut lesbaren Francker zum Beispiel im Magazindesign, auf Schildern oder für Logos.
Hier können Sie die Francker Selections direkt herunterladen.


Anders Francker: „Das sind meine Lieblingsschriften …“

Es ist äußerst schwierig, wenige Schriftfavoriten aus den unzähligen, am Markt verfügbaren auszuwählen, da gibt es wirklich viele, die in Frage kämen. Daher habe ich mir folgende Frage gestellt: „Wenn ich nur sechs Schriftfamilien auf meinem Computer installieren könnte, natürlich abgesehen von meiner eigenen Schriftfamilie Francker, und wenn mir für alles, was ich in der Zukunft schreibe, von Überschriften bis hin zu Textkörper, nur diese sechs zur Verfügung stünden, welche würde ich dann wählen?“ Nach einigem Nachdenken gelangte ich zu dem Schluss, dass ich zwei traditionelle und zwei etwas moderner und eckiger wirkende serifenlose Schriften sowie zwei Serifenschriften benötige und hier ist das Ergebnis:

Neue Helvetica


Kein Wunder‚ dass diese Schriftfamilie in den Ranglisten ganz oben steht! Möglicherweise ist sie nicht immer die beste Wahl‚ in vielen Fällen aber eine zweifellos gute! Ich mag die Schrift‚ weil sie nichts weiter vermittelt als pure Information. Sie ist völlig frei von jeglichem Schnickschnack. Alle Striche schließen entweder horizontal oder vertikal ab und meiner Ansicht nach zählt sie wahrscheinlich zu den Schriften‚ bei denen Buchstaben und Ziffern praktisch so aussehen‚ als hätte man einfach alle unnötigen‚ Emotionen vermittelnden Details gestrichen. Sowohl Helvetica als auch die spätere Neue Helvetica sind‚ jede auf ihre Weise‚ großartig. Ich persönlich bevorzuge jedoch letztere‚ weil ihre Zeichen eine großzügigere Breite zu haben scheinen‚ der Großbuchstabe M ist ein gutes Beispiel dafür.
(Die ersten Schnitte der Helvetica gestaltet 1957 Max Miedinger noch mit dem Namen Neue Haas Grotesk. In den 1960er Jahren greift der geänderte Name die populäre Schweizer Typografie auf und unzählige weitere Schnitte werden ergänzt. Um der inzwischen weltbekannten Schriftfamilie einen einheitlichen Look zu geben, entsteht schließlich Anfang der 1980er Jahre bei Linotype die Neue Helvetica.)


Univers Next


Eine weitere gute serifenlose Schriftfamilie‚ die‚ meiner Meinung nach‚ eleganter ist als andere Schriften dieser Kategorie. Sie wirkt natürlicher und humanistischer als Helvetica‚ mit mehr Variationen in der Strichstärke und Zeichenbreite sowie wesentlich mehr Freiraum im Inneren und zwischen den Zeichen. Die Sporne der Kleinbuchstaben sind leicht gekrümmt und dank all dieser Feinheiten in ihrer Gesamtheit ist diese Schrift etwas wirklich Besonderes! Ich mag sie‚ weil sie freundlich und stark wirkt sowie sehr gut lesbar ist. Eine hervorragende Alternative zur Helvetica!
(Deutliche Anleihen an die Formen der Renaissance Antiqua geben der 1956 von Adrian Frutiger gestalteten Schrift einen warmen und freundlichen Charakter. Ende der 1990er Jahre stellt der Altmeister zusammen mit Linotype eine überarbeitete und erweiterte Version der Schrift vor, die Univers Next.)


Eurostile Next


Diese serifenlose Schriftfamilie überzeugt mit perfekter Ausgewogenheit zwischen klassischen und futuristischen Merkmalen! Die superelliptischen Umrisse der Zeichen wurden sicher von der Form von Fernsehbildschirmen aus den Sechzigern inspiriert‚ aber obwohl seitdem fünfzig Jahre vergangen sind‚ seit die erste Eurostile entworfen wurde‚ und die Fernsehbildschirme heute rechteckig sind‚ wird die Schrift für technische Zwecke noch immer viel genutzt. Als ich meine Schriftfamilie Francker entwarf‚ ließ auch ich mich von der Superellipse inspirieren‚ ich wollte jedoch eine Schrift kreieren‚ die offener und an Bildschirmen gut lesbar ist. Eurostile ist eine gute Wahl für Überschriften und Werbung. Und Eurostile Next ist eine deutliche Optimierung‚ ihre Umrisse wurden verbessert und ihre superelliptische Form ist deutlicher erkennbar als bei anderen Varianten dieser Schrift.
(Die 1962 veröffentlichte Eurostile ist eine der bekanntesten Gestaltungen von Aldo Novarese. 2009 erscheint mit der Eurostile Next eine von Akira Kobayashi bei Linotype deutlich überarbeitete Version, die unter anderem die bei der Digitalisierung verloren gegangenen Originalformen der Schrift besser berücksichtigt.)


Agency FB


Auf den ersten Blick könnte diese schlichte‚ kantige Serifenlose wirken wie die vielen‚ überall verfügbaren kostenlosen Schriften‚ die sich aus absolut geraden Linien zusammensetzen und lediglich an den äußeren Ecken abgerundet sind. Schaut man jedoch genauer hin‚ stellt man einen Unterschied fest: Diese Schrift wurde von jemandem geschaffen‚ der genau weiß‚ was er tut! Die Strichstärken und Proportionen der Zeichen sind wesentlich ausgewogener als bei jenen kostenloser Techno-Fonts. Agency FB wirkt „mechanischer“ als zum Beispiel Eurostile und Francker‚ ist aber eine gute Wahl für Science Fiction-Filme‚ entsprechende Poster und ähnliches. Ich habe sie schon selbst für den Text in einem Unternehmens-Logo aus der Technikbranche verwendet und sie sieht großartig aus‚ sowohl auf den Produkten als auch kleiner formatiert auf der Website des Unternehmens. Die Wurzeln der Großbuchstaben von Agency FB gehen auf das Jahr 1932 zurück und die Kleinbuchstaben wurden 1990 hinzugefügt. Heute bietet die Schriftfamilie eine große Vielfalt an Stärken und Breiten.
(Mit Agency greift Font Bureau-Mitbegründer David Berlow 1990 eine ursprünglich 1932 von Morris Fuller Benton veröffentlichte Titelschrift auf und erweitert sie um viele Strichstärken und Schnitte.)


Times New Roman


Ich vermute‚ viele würden sagen‚ dies ist eine langweilige Auswahl‚ aber „langweilige“ Schriftfamilien sind in der Regel äußerst nützlich und Times New Roman ist eine davon. Sie schafft ein scharfes‚ klares Schriftbild und kann für praktisch alles verwendet werden. Ebenso wie bei Helvetica ist ein in Times gesetzter Text eine sichere Sache‚ weil alle daran gewöhnt sind‚ sie zu lesen und niemand den Eindruck hat‚ dass die Zeichen albern oder seltsam aussehen. Sie ist eine exzellente Schrift für mathematische Gleichungen und Textkörper. Wie die meisten Leser wissen‚ wurde die erste Version der Times in den 1930er Jahren für die gleichnamige britische Tageszeitung entworfen und auch heute noch zählt sie zu den beliebtesten Serifenschriften.
(Zusammen mit Victor Lardent entwirft Stanley Morison 1932 für die Londoner Times eine neue Schrift. Basis für die Barock-Antiqua Times bildet die Plantin von Robert Granjon aus dem frühen 18. Jahrhundert.)


Palatino nova


Diese Schriftfamilie ist schlicht und einfach ein Meisterwerk! Im Vergleich zur Times New Roman wirkt sie weiter und handschriftlicher und sie enthält unzählige feine‚ interessante und hervorragend ausgearbeitete Details. Ich mag ihre Proportionen und mit Palatino gesetzter Text ist gut lesbar‚ überzeugend und lebendig. Sie ist die perfekte Wahl für Textkörper in Büchern usw. Im Vergleich zu vielen anderen Serifenschriften‚ die mehrere hundert Jahre alt sind‚ ist Palatino relativ jung. Die erste Version wurde um 1950 veröffentlicht und die neueste‚ Palatino Nova‚ 2005.
(Inspiriert von Formen der italienischen Renaissance Antiqua zeichnet 1950 Hermann Zapf die Renaissance Antiqua Palatino. Zusammen mit Akira Kobayashi überarbeitet und erweitert Zapf bei Linotype sein Design und veröffentlicht 2005 die Palatino nova.)

* Bruttopreis 46,41 Euro inkl. MwSt. Das Angebot gilt nicht für Inhaber von Benutzerkonten, die bereits eine feste Preisrabattierung erhalten.
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Schriften-Designer: David Berlow

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