Peter Huschka entwickelte die Sinah Schriftfamilie 1994. Sie umfasst zwei Schriften:
Sinah und Linotype Sinah Sans. Die
Sinah ist in drei Schriftstärken erhältlich: Regular, Bold und Black. Die
Linotype Sinah Sans hat ebenfalls die drei Schriftstärken: Regular, Bold und Black, doch ist jede Stärke wiederum mit vier Schnitten ausgestattet: Regular, Italic, Condensed und Condensed Italic. Insgesamt stehen 15 Sinah Schriften zur Auswahl.
Das grundlegende Konzept dieser Schriftfamilie lässt sich gut in den drei
Sinah-Fonts erkennen, die man als Sinah Serif bezeichnen könnte. Huschka schuf hier Buchstabenformen, die sich alle um einen Mittelpunkt drehen. Dieser Mittelpunkt ist bei allen drei
Sinah-Fonts durch einen kugelförmigen Abschluss markiert (bei den 12
Linotype Sinah Sans-Fonts wurde dieser Punkt entfernt, um die Serifenlosigkeit zu betonen). Da sich die Buchstaben der Sinah vom Zentrum aus spiralförmig entfalten, reichen einige , die normalerweise keine Unterlänge aufweisen, über die Grundzeile hinaus nach unten, was den originellen Gesamteindruck des Schriftbilds noch verstärkt. Zu diesen Buchstaben gehören: c, e, k, l, s und t. Diese formelle Fluktuation lässt in Sinah gesetzten Text weniger ebenmäßig erscheinen als andere Schriften. Eine Folge davon ist, dass die Sinah besonders bei langen Textzeilen sehr gut lesbar ist.
Wegen der zahlreichen ungewohnten Unterlängen mutet die Sinah asiatisch an. Sie sollte für dekorative oder Auszeichnungszwecke und mit einem Schriftgrad von nicht weniger als 12 Punkt eingesetzt werden. Die vollständige Sinah-Schriftfamilie ist Teil der
Take Type 2.1-Collection, ausgewählt unter den Teilnehmern an den internationalen Schriftdesign-Wettbewerben von 1994 und 1997.