Designer: ParaType
Die Swift® Schriftfamilie ist in der
ParaType-Bibliothek enthalten.
Gerard Unger entwarf diese Zeitungsschrift in den Jahren 1984-1987 für die Dr.-Ing. Rudolf Hell GmbH, Kiel. Anregungen fand Unger bei William A. Dwiggins (1880-1956), dem typografischen Berater der Mergenthaler Linotype. Bei ihm fanden sich um 1930 schon sehr strenge Entwürfe für eine besser lesbare, alternative Zeitungsschrift, mit Einflüssen der Renaissanceschrift, aber lebendiger als die Zeitungsschriften W. A. Griffiths. Dwiggins brachte seinen Entwurf jedoch niemals zu Ende. Unger griff diesen Faden auf. Es entstanden die Hollander und die Swift, als sich verwandte Schriften. Dwiggins Versuchsschrift hat Unger nicht Modell gestanden. Unger lernte jedoch aus dieser und so lassen sich einige ihrer Eigenschaften bei der Hollander und Swift wiederfinden. Zu nennen wäre hier die hohe Mittellänge und die dreieckigen Serifen, die aber auch schon bei den holländischen Schriften des 17. Jahrhunderts auftauchen. Auch die Art des Druckverfahrens beachtete Unger, wie zuvor Dwiggins. Dwiggins gestaltete die Buchstabeninnenräume seiner für die kleinen Grade vorgesehenen Schriftprobe scharfkantig. Er wollte damit dem "zusetzen" der Ecken, welches im Zeitungsdruck im Hochdruckverfahren auftritt, entgegenwirken. Unger hatte den heutigen Offsetdruck zu berücksichtigen, der eher an den äußeren Ecken etwas wegnimmt. Er gestaltete deshalb die Winkel der Swift flacher. Der Name "Swift" (deutsch auch Mauersegler), den Unger für seine Schrift wählte, beschreibt die Swift gleichzeitig. Herb und prägnant, straff und originell zeigt sie sich auch außerhalb des Zeitungsmilieus. In sehr großen Graden gesetzt, ist sie mit ihrem fast holzschnittartigen Charakter unverwechselbar.