Die amerikanische Zeitungsschrift Corona entwarf, wie auch die Excelsior, C.H. Griffith. Sie erschien 1941 bei der Mergenthaler Linotype in New York. Griffith rief 1922 die sogenannte "Legibility Group" ins Leben, zu der auch die Corona gehört. Sie enthält Schriften, die ganz besonders für den Zeitungssatz geeignet sind und weitgehend von Griffith und seinen Mitarbeitern entwickelt wurden.
In der Zeit um den Zweiten Weltkrieg kam es zu einer Stagnation im Schriftschaffen. Nur wenige deutsche Gießereien waren noch bereit, neue Druckschriften herzustellen. Nur eine einzige Textschrift, die Corona, wurde in dieser schwierigen Zeit geschnitten. Die Schriftproduktion wurde dann in Europa erst 1953 wieder aufgenommen.
Der Formgestaltung der Corona liegt der Ionic-Typus zugrunde. Über die Ionic kann gesagt werden, dass sie die erste wirkliche Zeitungsschrift war. Sie hat ein kräftiges Schriftbild und eine hohe Mittellänge. Schriften ihres Typus lösten die bis weit in unser Jahrhundert verwendeten Klassizistischen Zeitungstextschriften ab. Vorteil der erfolgreichen Ionic war, dass sie der Schnelligkeit und unterschiedlichen Druckbelastung des Rotationsdruckes besser Stand hielt, als ihre zerbrechlichen klassizistischen Vorgänger. Auf diese Weise wurde die Ionic zum großen Vorbild für sehr viele Zeitungstextschriften. Die Corona hat eine noch höhere Mittellänge als die Ionic, deshalb wirkt sie relativ schmal und aufstrebend.