Das amerikanische Original wurde von Frederic W. Goudy 1901 für die American Type Founders in Jersey City entworfen. Diese Titelsatzschrift besteht ausschließlich aus Großbuchstaben. Auf den ersten Blick wirkt sie fast serifenlos. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man die winzigen spitzen Serifen, die das Schriftbild abrunden. Die Versalalphabete wirken, ausgenommen die Condensed (29,30 BC/20, 30 BC), sehr breit, sogar fast gestaucht. Die Buchstaben fügen sich, durch die fehlenden Ober- und Unterlängen zu statischen, dichten Zeilen zusammen. Besonders in der Werbung greifen Designer oft auf die repräsentative und erhabene Wirkung der Copperplate zurück. Auch im Bereich der privaten Akzidenzdrucksachen und bei der typografischen Hervorhebung von Firmennamen wird sehr häufig auf die Copperplate zurückgegriffen. Besonders auf graphisch interessant strukturierten Papieren entsteht mit diesen Schrifttypen eine reizvolle Anmutung. Aufgrund ihrer speziellen und dominanten Anmutung ist die Kombination der Copperplate mit anderen Schrifttypen schwierig.