Designer: Monotype Design Studio, 1934
Die Rockwell erschien 1934 im Monotype Design Studio. 1932 beauftragte F. H. Pierpont, Betriebsleiter bei Monotype in Salfords, das hauseigene Schriftenatelier eine neue Egyptienne zu entwickeln. Im Laufe der Vorjahre waren bei anderen Gießereien eine Vielzahl von serifenbetonten Schriften, wie z.B. Memphis, Stymie und City, erschienen. Der Trend zur Wiederbelebung der Egyptienneschriften, an dem man teilhaben wollte, machte sich somit eindeutig bemerkbar (siehe Memphis). Als Techniker hatte Piermont eine pragmatische Einstellung zur Schriftgestaltung, die sich in erster Linie nach den Bedürnissen des Marktes richtete. Nach marktorientierten Gesichtspunkten wurde auch die Rockwell entwickelt, was sich als sehr erfolgreich herausstellte, denn heute zählt die Rockwell zu den Klassikern. In der Strichstärke wurde die Rockwell an der Memphis von Stempel ausgerichtet, auch Lanstons Stymie diente als Vorlage. Die Rockwell wurde eine deutlich verbesserte Version der ursprünglichen Lanston-Egyptienne. Das kräftige Schriftbild ist strapazierfähig. Ihre Formen sind harmonisch, aber keinesfalls langweilig. Mit anderen Worten, sie hat noch nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.