Typo-Galerie – ITC Avant Garde Gothic

Font Designer: Herb Lubalin/Tom Carnase, 1970

ITC Avant Garde Gothic® wurde 1970 von Herb Lubalin und Tom Carnase erstellt. Die Grundlage bot das Logo des Avant Garde Magazins von Herb Lubalin – eine spannende Konstruktion sich überlappender und eng aneinander gesetzter Großbuchstaben. ITC Avant Garde ist eine geometrische Groteske, bei der die Basisformen aus Kreisen und geraden Linien konstruiert wurden, wie die Arbeiten der deutsche Bauhaus-Bewegung in den 1920ern.
Die früheren Versionen der ITC Avant Garde sind für ihre vielen, einzigartigen Alternativzeichen und Ligaturen bekannt, die den typografischen Zeitgeist der 1970er wiederspiegeln. Viele dieser besonderen Buchstaben sind in den modernen OpenType-Versionen der Schrift enthalten. So können zum Beispiel unterschiedliche Formen von „e“ oder „f“, aber auch nach rechts oder links geneigte Versionen von „v“, „w“ und „y“ aufgerufen werden. Zusammen mit den zahlreichen (auch für die Fremdsprachen vorliegenden) Ligaturen steht Ihnen so ein breites Repertoire an Möglichkeiten im Logo- und Titelsatz zur Verfügung.
Die noch immer markant und aktuell wirkende ITC Avant Garde ist auch heute ein fester Bestandteil des Repertoires moderner Grafiker. Mit ihren großzügigen, offenen Punzen und der beachtlichen x-Höhe wirkt die Schriftfamilie freundlich und eignet sich gut für kurze Textpassagen und Überschriften. Die kompakteren Schnitte wurden 1974 von Ed Benguiat und die Kursiven 1977 von André Gürtler, Erich Gschwind und Christian Mengelt entworfen. ITC Avant Garde Mono ist eine dicktengleiche Variante von Ned Bunnel (1983).

Avant Garde mit paneuropäischem W1G-Sprachausbau
Seit Anfang 2013 stehen die zehn Schnitte der normallaufenden Avant Garde im paneuropäischen W1G-Sprachausbau zur Verfügung. Alle Schnitte wurden mit griechischen und kyrillischen Zeichen ausgebaut und decken jetzt mit jeweils über 600 Zeichen mindestens 89 Sprachen ab. Dabei wurden soweit möglich zu den lateinischen Buchstaben ähnliche nicht lateinische Alternativen gezeichnet, sowie einige der besonderen Ligaturen transformiert. Mit der ausgebauten Version stehen Gestaltern im griechischen und kyrillischen Sprachraum die kreativen Möglichkeiten der Avant Garde offen, wie auch internationale Unternehmen ihre Hausschrift und die darauf aufbauenden besonderen Designs in noch mehr Sprachen einsetzen können.
Lesen Sie auf Seite vier einer PDF-Version der Ausgabe 1.1 des typographischen Magazins „Upper and Lower Case“ aus dem Jahr 1973, wie Herb Lubalin die Entstehungsgeschichte der Avant Garde mit eigenen Worten beschreibt (PDF-Dokument, 5,4 MB).

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