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Über Carlton™ by Linotype Schriftfamilie ...
Designer: Letraset, 1994
Die Carlton™ by Linotype Schriftfamilie ist in der ITC Collection-Bibliothek enthalten.
Die Carlton basiert auf einer von Prof. F. H. Ehmcke entworfenen Schrift, seiner 1908 durch die deutsche Schriftgießerei Flinsch veröffentlichten Ehmcke-Antiqua. Später wurde die Schrift durch die Schriftgießerei Bauer in Frankfurt am Main vertrieben. Die Caslon Letter Foundry in England entdeckte dann die Vorlagen neu und brachte ihre eigene Version heraus, der sie den Namen Carlton gab. Die Carlton wurde in das Programm der Stephenson Blake übernommen, nachdem diese gegen Ende der 1930er-Jahre die Caslon Letter Foundry erwarb. Mit dem Verschwinden des Bleigussverfahrens kamen auch die Carlton und die Ehmcke-Antiqua aus der Mode.
Doch in den 1990er-Jahren belebte Letraset dieses klassische Design neu und brachte es unter dem englischen Namen Carlton heraus. Die sauberen, generösen Versalien, zusammen mit den eher bescheidenen, aber sehr schön detailliert gestalteten Kleinbuchstaben, finden beim Publikum wieder Anklang. Die Eleganz und Noblesse der Carlton kommt am besten zur Geltung, wenn mit großem Buchstaben- und Wortabstand gesetzt wird (¿offene Fügung¿). Sie weist alle Merkmale einer zierlichen Serifenschrift auf; ihre Formen sind einem ganz bestimmten Moment im Europa des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts verhaftet. Die Carlton hat eine gewisse Ähnlichkeit mit anderen expressiven Schriften aus dieser Zeit, etwa der Bernhard Modern, der Koch Antiqua, Locarno und der Nicolas Cochin.
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Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
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