Pleasures of Design

Das Entwerfen und Produzieren eigener Publikationen kann mit viel Freude und Erfüllung einhergehen. Mit Übung und einem Blick für Details werden Sie überrascht sein, wie viel attraktiver und überzeugender Ihre Dokumente wirken. Es gilt jedoch: Sie können zwar mit Stolz auf die vom Laserdrucker oder Belichter ausgegebenen Seiten blicken; mit dem neuen Vergnügen sind jedoch auch neue Verpflichtungen verbunden.

So müssen gewisse redaktionelle Fragen berücksichtigt werden. Drucker und Designer beschäftigen Korrektoren, deren Aufgabe es ist, die Korrekturfahnen auf Druckfehler aller Art (Rechtschreib-, Grammatik- und Tippfehler) zu überprüfen, bevor die Publikation zum Kunden gelangt. Autoren und Designer erkennen ihre eigenen Fehler oft nicht, da sie unter Druck arbeiten und ihnen zwangsläufig die nötige Distanz zum Produkt fehlt.

Es ist daher fast unerlässlich, Ihre Arbeit von einer anderen Person auf Grammatik-, Rechtschreib- und andere Fehler prüfen zu lassen. Die Überzeugungskraft eines hervorragend gesetzten Dokuments geht sofort verloren, wenn es mit Rechtschreibfehlern gespickt ist.

Das Korrekturlesen fällt den meisten Menschen auf gedruckten Seiten leichter als am Bildschirm – diese Fähigkeit muss erlernt werden.

Haken Sie beim Korrigieren einer Seite die einzelnen Stellen ab, andernfalls müssen Sie ständig nachprüfen, welche Korrekturen Sie bereits vorgenommen haben und welche nicht.

Manche Texte, z. B. bei Rechtsdokumenten, dürfen auf keinen Fall verändert werden. Sie dürfen also nicht gekürzt werden, damit sie auf die Seite passen. In den meisten Fällen, insbesondere in Zeitschriften, ist die Kürzung um eine oder zwei Zeilen jedoch üblich (was durchaus eine Verbesserung darstellen kann), damit der Text auf die Seite passt oder um ihn relativ zu einer Abbildung richtig zu positionieren. Wenn Sie das Material nicht auf die gewünschte Länge bringen können, kann Ihnen vielleicht ein guter Lektor aushelfen. Seien Sie dabei kompromissbereit: Die Publikation soll dem Leser die Ideen des Autors vermitteln, und nicht dem Designer das Leben erleichtern.

Für gutes Design und Layout sind gewisse Fertigkeiten erforderlich, die – wie alle anderen Fertigkeiten auch – erarbeitet und im Lauf der Zeit weiterentwickelt werden können. Nehmen Sie Ihre Layouts kritisch unter die Lupe und seien Sie gegenüber Anregungen offen. Versuchen Sie, aus der Erfahrung zu lernen. Die erste Frage ist immer: "Vermittelt das Dokument dem Leser die Ideen des Autors so schnell und direkt wie möglich?" Wenn Sie diese Frage mit "Nein" beantworten müssen, suchen Sie nach den Ursachen. Vielleicht treiben Sie zu viel Aufwand. Ein Übermaß an grafischen Effekten kann den Leser vom Inhalt ablenken.