Pleasures of Design

Beim Druck nimmt der Weissraum die Rolle ein, die Pausen in der Musik spielen. Er ist ein Werkzeug unter anderen, wie z. B. Linien und Kästen. Sie sollten Weissraum genauso wichtig nehmen.

Nur keine Angst vorfreien Flächen. Nutzen Sie ihn zur Verbesserung des Layouts und um den Seiteninhalt ins beste Licht zu rücken. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Leser über eine Verschwendung von weißem Papier klagen. Sehr viel eher würden sie aber Material bemängeln, das überladen, schwer lesbar und abschreckend wirkt.

Zwar ist Weissraum ein sehr wirkungsvolles Instrument zur Unterstützung des Textverständnisses. Falsch eingesetzt, kann er jedoch schaden. Haben Sie beispielsweise eine kurze Spalte, dann ist es besser, den Weissraum am Ende der Spalte zu belassen, statt ihn so auf die Spalte zu verteilen, dass der Platz ausgefüllt wird. Eine Laufweitenänderung, um die Spalte auszufüllen, ist nicht nur unansehnlich, sondern beeinflusst auch die „Farbe” (Grauwirkung) des Texts und kann den Leser verwirren.


Symmetrie und Asymmetrie
Die Wahl zwischen Symmetrie und Asymmetrie ist sehr wichtig. Ob ein Design zentriert ist oder nicht, wirkt sich grundlegend auf den Eindruck aus, der vom Dokument ausgeht.

Im Allgemeinen wirkt ein symmetrisches Layout ruhig, statisch, ein asymmetrisches dagegen eher dynamisch.

Ein symmetrisches Design kann sehr attraktiv sein, doch ist es gerade die Schlichtheit, die Fallstricke für den Anfänger bereithält. Das Layout wirkt am besten, wenn die breitesten Zeilen oben zu finden sind, ähnlich einem auf der Spitze statt auf der Grundlinie stehenden Dreieck.

Asymmetrie allein garantiert noch kein lebendiges Layout, ist aber ein Faktor. Die Struktur ist flexibler und ermöglicht mehr Freiheit beim Platzieren der Elemente auf der Seite.

Beide Stile sind visuell sehr wirkungsvoll. Eine Kombination der Stile auf einer Doppelseite oder auch innerhalb eines Dokuments ist ungünstig, sie würde das Design schwerfällig und unbeholfen wirken lassen.

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