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William Caslon I:
William Caslon I – born 1692 in Cradley, Worcestershire, England, died 1766 in Bethnal Green, England – engraver, type founder, type designer.
1706: begins a seven-year apprenticeship as an engraver with a London harness-maker. 1716: self-employed engraver. 1721: the Society for Promoting Christian Knowledge commissions Caslon to cast Arabic alphabets. 1725: sets up his own type foundry. 1734: Caslon’s first one-page specimen is produced which illustrates 47 of his [...]
Andere Schriftfamilien vom selben Designer ...
Über Caslon #540 Schriftfamilie ...
Designer: Freda Sack, 1982
Die Caslon #540 Schriftfamilie ist in der ITC Collection-Bibliothek enthalten.
Die Caslon wurde im Jahre 1725 von dem Engländer William Caslon (1672-1766) geschnitten. Erließ sich dabei von den niederländischen Schrifttypen Christoffel van Dijcks beeinflussen. Dessen Schrift hatte gegenüber der französischen und der venezianischen Renaissance-Antiqua eine vergrößerte Mittellänge, keine übertriebenen Spitzen und war somit strapazierfähiger. Von van Dijcks Ansätzen ausgehend schuf Caslon sein eigenes Alphabet-die erste wirkliche englische Antiqua. Mit dieser gelang es Caslon die holländischen Schriften vom englischen Markt zu verdrängen. In der Historie diente sie lange Zeit als "Schrift des Königs". Auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde aus der Caslon gesetzt. Die Einzelbuchstaben der Caslon waren weder eine einmalige Neuheit noch absolut vollkommen, vielmehr ist ihr Erfolg auf ihre Zweckmäßigkeit zurückzuführen. Sie besitzt eine ausgezeichnete Lesbarkeit und ein harmonisches, sehr lebendiges Gesamtbild. Besonders die tropfenförmigen Endungen des gemeinen a, c und f tragen zu ihrem charakteristischen Schriftbild bei. Neben der Baskerville gilt die Caslon als Inbegriff der englischen Barock-Antiqua. Gegen 1800 geriet sie allmählich in Vergessenheit. 1892 jedoch wurde die Caslon von einer gerade neu erschienenen Zeitschrift, der Vogue, wiederentdeckt und erlebte ein Comeback. In den folgenden Jahren bis in die heutige Zeit kam es daraufhin zu zahlreichen Nachschnitten. Gerade in letzter Zeit wurde besonders versucht, wieder an die Ursprünge des barocken Originals anzuknüpfen. So kann man heute davon ausgehen, daß jede Caslon anders ist.1905 wurde eine Caslon bei den American Typefounders herausgegeben. Diese Caslonvariante orientiert sich relativ streng am Original. Sie wurde ergänzt durch Kapitälchen und Mediaevalziffern in den Kursiven und hat eine relativ große Zeichenbreite.
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