Helvetica Thai

Um eine Corporate Identity international umsetzen zu können, braucht es passende Fonts für zahlreiche Schriftsysteme. Eine der beliebtesten Corporate-Fonts, die Helvetica, steht für Sie ab sofort in einer weiteren Sprachversion bereit.

Der thailändische Designer Anuthin Wongsunkakon, der auch die bekannten thailändischen Schriftfamilien Anuparp Thai™ und Ut Sa Ha Gumm Thai™ gestaltete, setzt die klassische Helvetica®-Familie in eine thailändische Sprachversion um. Wongsunkakon passt Strichstärke und Duktus dem Charakter der Helvetica an und verzichtet auf die typischen Kringel bei den komplizierten tailändischen Zeichen. Die thailändische Helvetica-Version harmoniert nicht nur perfekt mit dem lateinischen Original, sondern ihr schlichtes und schnörkelloses Design entspricht auch der modernen thailändischen Schreibform.
Helvetica Thai und Neue Helvetica Thai stehen in den Strichstärken Light, Regular und Bold jeweils mit passenden Italic-Schnitten zur Verfügung.


Helvetica Thai Regular

Helvetica Thai Italic

Helvetica Thai Bold

Helvetica Thai Bold Italic



Klassische und modern Thai-Schriften im Vergleich:
oben in grau eine klassische Thaischrift, darunter in schwarz Helvetica Thai.


Anuthin Wongsunkakon über Helvetica Thai:

„Da wir im Begriff sind, an der Schriftfamilie Helvetica® World mitzuarbeiten, gibt es einige Aspekte, die wir beachten müssen, bevor wir den Entwurf einer passenden Version von Helvetica Thai in Angriff nehmen. Der wichtigste dieser Aspekte betrifft die Entscheidung, ob ein serifenloser Stil gewählt werden soll. Dies würde bedeuten, auf die vertrauten geschwungenen Abschlüsse zu verzichten, um den klaren, geradlinigen Stil der lateinischen Helvetica nachzuahmen.
Wie wir wissen, erachtet der Großteil aller Typografen die geschwungenen Abschlüsse als charakterisierendes Merkmal der thailändischen Zeichen, ohne die sie ihre Identität verlieren würden. Dies war bisher die „klassische Schule“ des Designs, der es bei der Gestaltung thailändischer Textschriften grundsätzlich zu folgen galt. Wenn wir also für unsere Helvetica Thai eine Version ohne diese Abschlüsse präsentieren wollen, benötigen wir hierfür zweifellos ein paar gute Gründe.
Es gibt auch noch eine weitere vorherrschende Ansicht, nämlich, dass die Abschlüsse zur Lesbarkeit beitragen, ähnlich wie die Serifen bei lateinischen Schriften. Folgen wir diesem Konzept und verwenden die Abschlüsse für Helvetica Thai, stünde dies jedoch entschieden im Widerspruch zu dem zugrundeliegenden Charakter der Original-Helvetica. Diese konnte sich nach dem Entfernen der traditionellen Serifen kurz nach ihrer Einführung ebenfalls schnell durchsetzen. Dies geschah in den 1950er Jahren, dank der Errungenschaften der Akzidenz Grotesk aus den 1890er Jahren. Und was die Lesbarkeit betrifft, spricht die zeitlose Beliebtheit der Helvetica für sich selbst. Aufgrund der seitdem vergangenen Zeitspanne von fünf oder sechs Jahrzehnten ist die Welt heute wesentlich offener gegenüber serifenlosen Schriften bzw. im Fall der thailändischen, gegenüber Schriften ohne die kleinen, kreisförmigen Abschlüsse. Auch in Thailand hat sich die Vorliebe für Alltagsschriften, beeinflusst durch die Lesegewohnheiten, erheblich gewandelt. Eine große Zahl moderner thailändischer Schriften erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dank dieser Offenheit für Neues könnte der Schritt zu einer Helvetica Thai ohne Abschlüsse heute wesentlich leichter sein als noch vor zwei Jahrzehnten. Hier könnte man die Parallele ziehen zwischen den vereinfachten Zeichen der Helvetica in Europa und der potenziellen Version Helvetica Thai in naher Zukunft.
Aus der Perspektive des Designs bedarf es allerdings etwas umfassenderer Überlegungen als die der vorstehend genannten Idee, die geschwungenen Abschlüsse wegzurationalisieren. Eine einfachere Methode könnte darin bestehen, auf dem Stil von „Anuparp“ (einer neuen Schrift von Cadson Demak für Linotype) aufzubauen, die geradlinige Buchstaben mit einfachen Kreisabschlüssen aufweist. Dieser Ansatz hätte allerdings den Nachteil der unwirtschaftlichen Raumausnutzung und wäre zu weit entfernt von dem internationalen Stil der Helvetica.
Aber es gibt auch noch andere, sekundäre Aspekte zu beachten. Die Grundform der Zeichen muss neutral sein, ohne scharfe Ecken, die ein ungleichmäßiges Schriftbild verursachen, wenn die Schrift mit ihrer lateinischen Variante kombiniert wird. Einige thailändische Buchstaben benötigen ferner bestimmte Details, um Verwechslungen zwischen ähnlichen Formen zu vermeiden. Und, wo möglich, sollte die thailändische Helvetica das gleiche schlichte, rationale Gesamtbild vermitteln wie das lateinische Original.
Ein weiteres zu beachtendes Designkriterium ist die Erwägung, eine Schriftfamilie mit verschiedenen Schnitten und Stilen zu entwerfen. Schriftfamilien gibt es in Thailand schon lange. Bereits thailändische bewegliche Bleitypen gab es in verschiedenen Schnitten, wahrscheinlich, um sich an ähnliche Schriften für englische Texte dieser Zeit anpassen zu können. In der Zeit des Fotosatzes wurde die Entwicklung von Schriftfamilien dann jedoch weitestgehend vernachlässigt und erlebte erst mit der Einführung des Desktop Publishings ein Comeback. Das Dropdown-Menü für Schriften, in dem diese in Gruppen ähnlicher Formen gegliedert sind, trug erheblich dazu bei, das Konzept zu aktualisieren. Dann verlangsamte sich die Weiterentwicklung erneut. Frühe thailändische Digitalschriften wirkten etwas einfallslos mit jeweils nur einem Schnitt und einem Stil, wie Regular, die auch digital geneigt werden konnte. Mit der zunehmenden Nutzung von Computern in der Grafikindustrie setzte sich die Idee von Schriftfamilien aber rasch durch und es wurden neue Schnitte und Stile wie Bold, Light und Italic hinzugefügt.
Aufgrund des Mangels an verfügbaren Stilen behalfen sich thailändische Designer mit dem Mischen und Anpassen von Schriften. Es entwickelte sich eine Design-Tradition, bei der Akzidenz-Inhalte mit einer robusteren Schrift, Text in einer anderen, leichteren sowie Klappentexte und Bildunterschriften in einer dritten gesetzt wurden. Der Geist dieser Gewohnheit spukt noch heute und viele thailändische Gestalter betrachten ihre Designs als separate Textblöcke, für die jeweils eine andere Schrift verwendet werden muss.
Als sehr umfangreiche Schriftfamilie bietet Helvetica eine große Anzahl verschiedener Schnitte und Stile. Dies macht die Anpassung der zukünftigen thailändischen Variante schwer. Allein der Bedarf an verschiedenen Schnitten spricht gegen die Verwendung von Kreisabschlüssen. Denn bei jeder Schnittvergrößerung neigen Zeichen mit solchen Abschlüssen dazu, ihre Form zu verlieren und schneller als andere platzaufwändig und klobig zu werden. Aus diesem Grund muss die Steigerung der Liniendicke in sehr kleinen Schritten erfolgen. Bei vielen thailändischen Schriften mit geschwungenen Abschlüssen ist der Unterschied zwischen der Normal- und Fett-Variante kaum wahrnehmbar, bei Negativschriften in besonderem Maße. Kurz, ein Ansatz ohne geschwungene Abschlüsse wäre eine praktischere Lösung für die neue Helvetica Thai, insbesondere, weil auf diese Weise mehr Flexibilität für die Erweiterung um neue Schnitte und Stile besteht, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. “

Lesen Sie auch das Interview mit Anuthin Wongsunkakon, in dem sich der Designer der Helvetica Thai zu verschiedenen Aspekten der Typografie und Schriftgestaltung äußert.


Wenn es nur wie eine Thai-Schrift aussehen soll …
… dann haben wir auch eine Schriftfamilie im Programm: Linotype MhaiThaipe™, 1997 von Markus Remscheid entworfen, hat die Anmutung einer thailändischen Schrift. Überall dort geeignet, wo exotisches Flair vermittelt werden soll.

Weiter ... Helvetica Monospaced

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