2002 vom englischen Designer Richard Yeend entwickelt, ist die Familie Linotype Richmond Zierschrift eine typografische
Frakturschrift. Die Fraktur ist eine gebrochene Druckschrift, die um 1517 in Nürnberg entstand. Der Begriff
gebrochene Schrift ist eine Sammelbezeichnung für alle Drucktypen, die sich aus der mittelalterlichen Manuskripttradition Nordeuropas entwickelten. Sie werden oft auch als gotische, mittelalterliche oder altdeutsche (bzw. Old English) Schriften bezeichnet.
Die Linotype Richmond Fraktur eignet sich am besten für kurze Texte. Richard Yeend hat eine entsprechende Titelschriftfamilie entwickelt, die sich in Kombination mit der Linotype Richmond Fraktur sehr gut als Headline- oder Auszeichnungsschrift eignet. Die
Linotype Richmond Zierschrift nutzt dieselben Grundformen für ihre Buchstaben, weist jedoch feine Details auf, die in kleineren Schriftgrößen verloren gehen würden.
In der Familie Linotype Richmond Fraktur stehen drei Schriftstile zur Auswahl:
Linotype Richmond Fraktur Regular ist eine Standardschrift, die sich für alle Anwendungen eignet.
Linotype Richmond Fraktur DFR enthält zahlreiche Buchstabenvarianten, etwa das ¿lange s¿, das für die korrekte Schreibung historischer Dokumente erforderlich ist.
Linotype Richmond Fraktur Alternate kann in Kombination mit beiden der oben genannten Schriften eingesetzt werden. Sie enthält eine Reihe zusätzlicher Ligaturen sowie kalligrafische Varianten für Buchstaben, die am Wortanfang oder -ende stehen.
Die gesamte Linotype Richmond-Familie, einschließlich der Fraktur- und Zierschrift-Stile, gehört zu der Linotype-Sammlung
Take Type 4.