Bei der Gestaltung der Vectora ließ sich Adrian Frutiger von den American Gothics (1900-1910), insbesondere von Morris F. Bentons Franklin Gothic und der nachfolgenden News Gothic inspirieren. Typisch für diese sind die großen Mittelhöhen. Frutiger erhöhte die Kleinbuchstaben der Vectora nochmals, um die Lesbarkeit auch in sehr kleinen Schriftgraden zu gewährleisten. Die Kontraste in den Strichstärken nahm Frutiger stark zurück. Die Umrißbilder der Buchstaben sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Hierdurch kann das Auge besonders auf größere Entfernungen die Buchstaben gut voneinander unterscheiden, was wiederum die Lesbarkeit erhöht. Die Vectora erlangte so ihr ausgeglichenes, harmonisches leicht erfaßbares Wort-und Zeilenbild. Ungewohnt und reizvoll für eine Groteskschrift sind die Kapitälchen und Mediäval-Ziffern, die im DTP-Format leider noch nicht angeboten werden. Die halbfette Vectora 75 eignet sich gut als Auszeichnungsschruft zur 45. Der fetteste Schnitt, die Vectora 95 black, ist besonders für Headlines geeignet.