Die Rosewood, die wie die Zebrawood, Pepperwood und Ponderosa ebenfalls der Feder des Gestaltertrios K.B. Chansler, C. Crossgrove und C. Twombly entstammt, kann in ihren Grundzügen den Egyptienne-Schriften zugerechnet werden. Der erste Schnitt zeigt sie in ihrer einfachen Form, wie sie für Plakatschriften des ausgehenden 18. Jahrhunderts ganz typisch ist. Die weiteren Schnitte sind verspielte Variationen dieses Grundtypes. Eingeleitet wurde diese Tendenz zum Plakativen und Ornamentalen durch die sogenannte englische Industrierevolution. Mit der Einführung neuer Maschinen steht nun das Druckwesen im Zeichen der Massenproduktion, welches die Aufgabe hat immer mehr Aufsehen erregendes und Ungewöhnliches hervorzubringen, um die Kauflust möglicher neuer Kunden zu erhöhen. Viele entstehende Schriften dieser Zeit sollen in erster Linie Aufmerksamkeit erregen und präsent sein. Sie stehen im Zeichen der Werbung. Die beiden flächig ornamentierten Schnitte der Rosewood spiegeln genau diese Tendenz wider. Sie stechen ins Auge. Die Rosewood ist wie die Zebrawood und die Schwennel als Zweifarben-Font angelegt. Das bedeutet, daß mit dem Schnitt Rosewood fill eine Schmuckfarbe zur Füllung der Innenräume der Rosewood regular verwendet werden kann.